Grenzgänger

Abschluss in der Tasche – und dann?

Abschluss in der Tasche – und dann?

Mit dem Abschluss des Bachelor- bzw. Masterstudiengangs Niederlande-Deutschland-Studien ergeben sich zahlreiche spannende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Durch die immer engere Verzahnung zwischen Deutschland und den Niederlanden wird die Nachfrage nach Experten für grenzüberschreitende Austauschprozesse zukünftig weiter wachsen.

Das Zentrum für Niederlande-Studien bietet seit 30 Jahren binational und interdisziplinär ausgerichtete Studiengänge an. Im Laufe der Zeit haben mehrere hundert Absolventinnen und Absolventen den Übergang vom Studium in das Berufsleben erfolgreich gemeistert. Viele von ihnen arbeiten in diesen Bereichen bzw. bei diesen Arbeitgebern:

  • Wirtschaftsunternehmen
  • Journalismus
  • Marketing und Public Relations
  • Politik- und Unternehmensberatung
  • Kulturorganisationen
  • europäische Einrichtungen
  • wissenschaftliche Forschung
  • Parteien, Parlamente und Regierungen
  • Verlage, Bibliotheken und Übersetzerbüros
  • Tourismusbüros

Möchtest du es genauer wissen? Wir haben einige unserer Alumni zu unserem beruflichen Werdegang befragt.

  • Wirtschaft / Unternehmensberatung
  • PR / Marketing / Medien
  • Politik / Verwaltung
  • Bildung / Kultur
  • Bachelor
  • Master
  • Pia Arndt
    Pia Arndt

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Mir war nach meinem Abitur und Auslandsjahr unklar, in welchen Bereich ich später genau gehen möchte – wusste aber: Ich möchte etwas mit den Niederlanden studieren! Da der Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien so interdisziplinär aufgebaut ist, hat dieser perfekt zu meiner damaligen Situation gepasst – und ich musste mich nicht direkt festlegen, sondern konnte meine Schwerpunkte innerhalb des Studiums wählen. Man lernt nicht nur sehr viel über unser Nachbarland, sondern auch über unser eigenes. Und was mich vor allem gereizt hat: Der Studiengang ist relativ klein – das heißt auch, dass man in einem engen Kontakt mit allen steht, was ich immer sehr schön und besonders fand! 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Auf jeden Fall meine Zeit in den Niederlanden: Zunächst habe ich mein Auslandssemester in Utrecht gemacht und dort in einem buntgemischten und internationalen Wohnheim gewohnt. Ich wollte aber nicht nur ein Semester in den Niederlanden bleiben, sondern habe mich dann gezielt nach einem Praktikum dort umgeschaut. Beim Kurzfilmfestival GO SHORT in Nimwegen habe ich dann meinen Aufenthalt insgesamt verlängern und meine Niederländisch-Kenntnisse so vor allem nochmal verbessern können. In diesem Jahr habe ich dann die Wochenenden immer genutzt, um auch andere Städte in den Niederlanden zu erkunden – und mich jedes Mal ein Stückchen mehr in das Land verliebt!

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe im Sommer 2018 meinen Bachelor-Abschluss am ZNS gemacht.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Ich bin zurück in meine Heimatstadt Hamburg gezogen und habe ein Praktikum bei einer Umweltstiftung gemacht. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist, mit meiner Arbeit Gutes zu bewirken – das mag pathetisch klingen, wurde aber dann zu meiner ersten Priorität bei der Jobsuche. Seit dem Winter 2018 arbeite ich nun für eine Kinderrechtsorganisation – und finde meine Arbeit ziemlich wertvoll ;). Der Niederlande-Aspekt ist natürlich nicht mehr so präsent, aber die Sprache begleitet mich in meinem Alltag noch durch Podcasts, meine Tandem-Partnerin oder durch Filme und Bücher!

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Vielleicht ein ungewöhnlicher Ratschlag auf einer Uni-Website: Nimm das Studium nicht immer so ernst– ich habe mich vor allem in den ersten Semestern sehr tief reingekniet und weniger mein Studi-Leben ausgekostet! Es geht aber auch beides sehr gut, wie ich dann später gemerkt habe. Es gibt tolle studentische Vereine und Organisationen, bei denen man sich ehrenamtlich engagieren kann, großartige Kurse beim Hochschulsport, vielseitige Workshops beim Career Service und spannende Vorträge beim ZNS – es wird einem so viel geboten, nimm mit was geht und achte dennoch auf dich! ;)

  • Annika Baumgartner
    Annika Baumgartner

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich bin ehrlich gesagt per Zufall auf den Studiengang gestoßen. Ich wollte etwas mit Kommunikation oder Politik studieren, fand aber den grenzüberschreitenden Gedanken (ich komme auch von der Grenze – allerdings Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich) sehr interessant, ebenso wie die breite Ausrichtung. Zudem war ich sehr angetan, eine neue Sprache zu lernen und ich war immer der Meinung, dass Länder viel voneinander lernen können und dass es daher wichtig ist, auch mal über die Landesgrenzen hinweg zu schauen.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Das war einerseits mein Auslandssemester in Utrecht. Ich habe in diesem Semester so viel gelernt und auch viele schöne Erfahrungen sammeln können, ebenso wie meine Sprachkenntnisse um einiges verbessern können. Da habe ich die Niederlande wirklich in mein Herz geschlossen. Andererseits war ich auch sehr dankbar, am Zentrum als Hilfskraft zu arbeiten. Dabei hat man alles noch einmal von einer ganz anderen Seite gesehen – u.a. die Dozenten, aber man hat auch teilweise mehr Kontext zu bestimmten Themen bekommen durch Recherche- und andere Aufgaben. Und wir waren ein super Team!

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Bachelor-Abschluss im Jahr 2017 gemacht.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Ich habe einen einschlägigen Master in Corporate Communications in Enschede gemacht. Ich wollte mich gerne spezialisieren und in Enschede hatten sie genau den Studiengang, den ich machen wollte und durch das Pre-Mastersystem in den Niederlanden konnte ich einige Kurse, die ich nicht hatte im Bachelor, nachholen. Ein großer Pluspunkt war zudem, dass ich den Bezug zu den Niederlanden aufrechterhalten konnte. Jetzt arbeite ich in Hamburg in einer Kommunikationsagentur. Leider habe ich nichts mehr mit den Niederlanden auf der Arbeit zu tun, aber man weiß ja nie…

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich würde sagen, nehmt so viel mit, wie ihr könnt. Es gibt viele Möglichkeiten, was man mit dem Studium machen kann – man muss nur sein Profil währenddessen schärfen durch Praktika, Interessen und nun ja, damit, was man danach mit dem Studium macht. Und genießt vor allem die Zeit. Das Studium bietet so viele Einblicke in verschiedene Bereiche und auch das Praktikum und das Auslandssemester sind wirklich Gold wert.

  • Melina Borgmann
    Melina Borgmann

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    In der heutigen Zeit macht das "Besondere" den Unterschied. Sprich nicht einfach das zu machen oder zu studieren, was gerade "populär" ist, sondern zu reflektieren, was der Studiengang einem wirklich für Chancen bietet. Das war für mich damals nach dem Abi schon sehr wichtig. 
    Auch wenn es für viele im ersten Moment exotisch klingt, lohnt sich ein zweiter Blick. Denn wenn man sich genauer damit befasst, wird man schnell feststellen, wie viele Möglichkeiten und Chancen er für die Absolventen bereithält. Genau das hat mich überzeugt. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Es ist einfach klasse im Vergleich zu anderen Studiengängen am Zentrum "nicht nur eine Nummer" zu sein. Während des Studiums ist die Atmosphäre einfach recht familiär und vertrauter als in Fächern mit 600 studierenden. Das bietet aus meiner Sicht viele Vorteile im Studienalltag, aber auch darüber hinaus.  Daher ist es fast schon schwierig auf gezielte Erfahrungen einzugehen, die einem besonders in Erinnerung bleiben. 

    Zum Teil haben nämlich selbst schon die kleinen Dinge zu schönen Momenten beigetragen. Beispielsweise Niederländern beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder in der Stadt auf ihrer Muttersprache weiterzuhelfen, wenn sie den Weg mal nicht genau wussten...
    Darüber hinaus gehört das Auslandssemester definitiv zu einem Zeitabschnitt, in dem man sich weiterentwickelt - fachlich, interkulturell und 
    menschlich habe ich in dieser kompakten Zeit so viel mitnehmen können. Rotterdam ist für mich nun beispielsweise zu einem Stück Heimat geworden. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?
      ​
     2018.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Schon durch das Praktikum konnte ich im Sportmarketing recht gut Fuß fassen. Nach sehr spannenden und aufregenden 1,5 Jahren bei einem der führenden Direktversender innerhalb der Fahrradbranche, habe ich mich dann dazu entschlossen, das Radfahren im Münsterland gegen das Klettern und Skifahren im Allgäu einzutauschen. Der Sportbranche bin ich also nach wie vor treu geblieben. Allerdings arbeite ich nun für Mammut, einem der führenden Unternehmen für Bergsport und Outdoor. 
    Hier bin ich heute als Key Account Marketing Managerin EMEA für die wichtigsten Kooperationen der Marke im europäischen Kontext zuständig.  Deutschland und die BeNeLux - Länder spielen hierbei natürlich auch eine wichtige Rolle. In meinem internationalen Arbeitsumfeld profitiere ich noch häufig von den Inhalten der interkulturellen Seminare am ZNS und selbstverständlich der erlernten Sprache. Im regelmäßigen Austausch mit den niederländischen Partnern bleiben mir die Sprachkompetenzen so nicht nur erhalten, sondern lassen sich beinahe täglich noch weiter ausbauen. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Seid offen für den Facettenreichtum, den euch der Studiengang bietet. Denn auch, wenn etwas im ersten Moment vielleicht  für eure persönlichen Ziele oder den beruflichen Werdegang nicht so entscheidend zu sein scheint, habe ich besonders von 
    solchen Dingen nachträglich sehr häufig profitieren können. 
    Die dadurch erlernte Vielseitigkeit ist definitiv eine Bereicherung, durch die ich mich im Beruf von anderen Mitbewerbern abheben konnte. 

  • Rabea von Cyssewski
    Rabea von Cyssewski

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem Abitur war ich mir noch nicht sicher, welche Richtung ich beruflich einschlagen wollte – irgendwas mit Sprachen, Politik fand ich spannend, Kommunikationswissenschaften aber auch. Nach einem Freiwilligenjahr im Ausland wusste ich dann immerhin, dass ich gerne in einem internationalen Umfeld arbeiten würde und habe mich deshalb nach internationalen Studiengängen umgesehen. Niederlande-Deutschland-Studien hat mich dann letztlich angesprochen, weil ich damit sowohl eine neue Sprache lernen, als auch Kommunikation und Politik studieren konnte, ohne mich direkt für einen Weg entscheiden zu müssen – dank der interdisziplinären Ausrichtung konnte ich quasi während des Studiums herausfinden, welche Richtung eigentlich am besten zu mir passt. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Da fällt mir direkt Einiges ein: Mein Auslandssemester in Amsterdam steht ganz oben auf der Liste, außerdem unsere kleine, aber feine Gruppe Studierender, unsere gemeinsamen Projekte und Exkursionen und das schöne Studentenleben in Münster. Aber auch der Bezug zu den Niederlanden, den ich vor meinem Studium eigentlich gar nicht hatte und mein Praktikum in der belgischen Botschaft – das mich eventuell ganz schön geprägt hat, denn mittlerweile wohne und arbeite ich in Belgien. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Jahr 2015. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Während meines Bachelorstudiums habe ich gemerkt, dass mich vor allem der Bereich internationale Politik interessiert und deshalb habe ich im Anschluss im Master Politikwissenschaften studiert. Währenddessen habe ich verschiedene Praktika gemacht, aus denen sich später mein erster und auch mein heutiger Job ergeben haben. Nach einem Jahr als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag arbeite ich heute bei der Europäischen Kommission in Brüssel, im Kommunikationsteam der Abteilung Verkehrspolitik – und konnte damit letztlich tatsächlich alle meine Interessen unter einen Hut bringen! 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    In meinem Fall hat es geholfen, dass ich während des Studiums versucht habe, mir nach und nach einen inhaltlichen Schwerpunkt zu suchen. Als ich gemerkt habe, dass mich internationale Politik besonders interessiert, habe ich zum Beispiel im Auslandssemester einige politikwissenschaftlichen Kurse belegt, mich für das Pflichtpraktikum bei politischen Institutionen beworben und meine Bachelorarbeit über europäische Klimapolitik geschrieben. Den klimapolitischen Fokus habe ich auch im Master beibehalten, wodurch sich Praktika im benachbarten Verkehrsbereich ergeben haben und letztlich auch meine heutige Stelle. 

  • Max Dahlmer
    Max Dahlmer

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden, weil dieser mit seinem interdisziplinären Ansatz viele Möglichkeiten bietet. Vor meinem Studium ging es mir wie wahrscheinlich vielen anderen Abiturienten auch: Es gibt viele Fachrichtungen, die interessant klingen, aber es fehlt die Erfahrung und die Orientierung, um sich wirklich sicher zu sein, was man tun möchte. Der Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien bietet die Möglichkeit, in vielen Bereichen Erfahrungen zu sammeln, sodass man erkennt, worin man gut ist und in welche Richtung man sich entwickeln möchte. Dabei wird man trotz der Breite der Ausbildung zum Spezialisten im Bereich interkultureller Zusammenarbeit ausgebildet, was einem gute Berufschancen ermöglicht.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die wichtigste Erfahrung war aus meiner Sicht das Praktikum. In dieser Zeit habe ich viel gelernt und vor allem konnte ich praktisch erfahren, ob die Richtung, die ich einschlagen möchte, zu mir passt. Wichtig war auch das Auslandssemester in Nijmegen. In dieser Zeit habe ich zum ersten Mal im Alltag Niederländisch gesprochen und war zum Teil auch wirklich darauf angewiesen. Zu realisieren, dass man nach zwei Jahren Sprachunterricht tatsächlich mit der gelernten Sprache bestehen kann, ist ein unglaublich schönes Gefühl. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Abschluss im Jahr 2019 gemacht. Damit habe ich ein Jahr länger als die Regelstudienzeit gebraucht, was darauf zurückzuführen war, dass es einige Zeit gedauert hat, bis ich mein Praktikum antreten konnte. Deshalb mein Tipp: kümmert euch rechtzeitig um einen Praktikumsplatz, sodass der Praktikumsbeginn in eure Semesterplanung passt. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Bachelorabschluss habe ich mit dem Master Niederlande-Deutschland-Studien begonnen. In diesem werden Erkenntnisse vertieft und durch ein Jahr in den Niederlanden und ein dort absolviertes Praktikum konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und vor allem meine Sprachkompetenz deutlich verbessern. Die Tatsache, dass man mit relativ wenigen Kommilitonen, die zum Teil aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen, studiert und dabei sehr eng von den Dozenten begleitet wird, sorgt für ein sehr intensives Studienerlebnis.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Seid mutig, wenn ihr Niederländisch lernt und sprecht. Ich habe häufig gesehen, dass Studierende sich von Fehlern entmutigen lassen und im Ausland schnell ins Englische wechseln, wenn sie sich unwohl fühlen. Damit kommt man zwar meist ganz gut zurecht, lernt aber nicht so viel, wie wenn man die Fehler macht und notfalls auch darauf beharrt weiter Niederländisch zu sprechen, auch wenn Gesprächspartner aus Höflichkeit oder Gewohnheit die Sprache wechseln. Wer eine neue Sprache lernt, muss auch Fehler machen. 

  • Markus Dyckmans
    Markus Dyckmans

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Ich habe mich nach dem Abi für sehr viele spezifische Studiengänge beworben (BWL mit Fachrichtung, Logistikmanagement, Krankenhausmanagement usw.), und mich letztendlich für NL-DE Studien entschieden, weil der Studiengang durch das Pflichtpraktikum und den Erasmus-Aufenthalt nicht nur interdisziplinär, sondern auch praxisnah und international ausgerichtet ist. Und die Entscheidung habe ich nie bereut.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Abgesehen von der Orientierungs-Woche fand ich die familiäre Atmosphäre und sehr nahe Betreuung durch die Dozenten und Professoren sehr wertvoll. Außerdem ist für mich persönlich das Erasmus Studium der absolute Höhepunkt gewesen, weil ich dort mein Niederländisch perfektionieren konnte, aber auch weil sich dort herausgestellt hat, dass ich gerne einen internationalen Werdegang haben möchte.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe den Bachelor im Wintersemester 2015/16 abgeschlossen. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Ich habe nach einer kleinen Auszeit und Reise durch Asien ein Stipendium an der University of Leeds erhalten und dort meinen Msc International Business abgeschlossen. Nach dem Studium habe ich 1,5 Jahre lang bei Amazon als Abteilungsleiter in einem Logistikzentrum gearbeitet und bin dazu in die Nähe von Cambridge, und später nach Manchester gezogen. Dort habe ich ein deutsches Start Up (Caterwings - Rocket Internet) aufgebaut und dann ein indisches Scale-Up (OYO) im Nordwesten Englands vertreten. In letzterer Funktion habe ich alleine angefangen und in wenigen Monaten ein Team von über 50 Mitarbeitern eingestellt. Nach 1,5 spannenden und zuletzt schwierigen Jahren bin ich jetzt wieder bei Amazon als Projektleiter in der Logistik. In meiner aktuellen Position bin ich für ein englandweites Projekt zuständig, das sich mit der Sicherheit der Fahrer unserer Logistikdienstleister befasst. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich kann nur empfehlen immer offen gegenüber allen Perspektiven und Nationalitäten zu sein, weil man von anderen meiner Meinung nach oft mehr lernen kann als von seinem direkten Nachbarn. Wer stark in Sprachen ist, wird sich international mit Sicherheit wohlfühlen. :-)

  • Nele Fritsche
    Nele Fritsche

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden, weil er so viele verschiedene Fachgebiete abdeckt. Ich fand es spannend, ein Nachbarland zu ‚studieren‘, das so dicht dran ist und gleichzeitig eine ganz andere Kultur als die deutsche hat. Zudem hatte ich Lust, noch eine Sprache zu lernen. Bevor ich mich für diesen Bachelor entschied, habe ich mich in ein paar Vorlesungen gesetzt und mit Markus Wilp, dem damaligen Studienkoordinator, gesprochen. Ausschlaggebend war letztendlich, dass ich sogar die Geschichtsvorlesung super spannend fand, obwohl ich das Fach in der Schule nicht so gemocht hatte. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die Gemeinschaft mit den Kommiliton*innen. Ich war in meiner Studienzeit in der Fachschaft aktiv und wir haben tolle Events wie z.B. die 25-Jahrfeier am Zentrum für Niederlande-Studien mitgestaltet. Also nicht nur Studieren, sondern auch das gemeinsame Entdecken der niederländischen Kultur, Ausflüge nach Enschede, Sinterklaas feiern… Das schweißt zusammen und schafft Freundschaften, die auch noch nach dem Studium weiter bestehen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Abschluss 2017 gemacht. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Während meines Bachelors habe ich mich in Richtung Politik spezialisiert und bin dadurch während meines Auslandssemesters in Amsterdam zum ersten Mal mit dem Bereich ‚Gender & Macht‘ in Berührung gekommen. Das war einer der Gründe, die dazu geführt haben, dass ich den Master ‚Gender & Diversity‘ studiert habe und im Bereich Diversitätsmanagement für Unternehmen arbeite. Den Master habe ich an der Uni Gent in Belgien gemacht, was mir auch nur möglich war, weil ich durch den Bachelor schon Niederländisch sprach.  

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Folge deinen Interessen! Der Bachelor bietet viele Möglichkeiten in unterschiedlichste Bereiche hineinzugehen und seinen eigenen Weg zu finden. Daher ist der Studiengang genau das Richtige für diejenigen, die noch Inspiration suchen. Gerade weil er so breit gefächert ist, ist es aber besonders wichtig seiner Passion zu folgen und ein eigenes Profil herauszuarbeiten. 

  • Steffen Hasenohr
    Steffen Hasenohr

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Ich stand nach dem Abitur vor den Fragen: Was interessiert mich? Wo sehe ich meine Stärken? Und was möchte ich nach dem Studium machen? Auf der Suche nach einem passenden Studiengang hat mich die Breite der Themen des Studiengangs Niederlande-Deutschland-Studien sehr angesprochen und überzeugt. Zum einen habe ich mich immer gerne mit (europa-) politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen beschäftigt und zum anderen auch mit Sprachen. Hierbei fand ich die Sprach- und Kulturvermittlung in Kombination mit den politikwissenschaftlichen Inhalten sehr ansprechend.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Ein Höhepunkt war mit Sicherheit der Besuch des niederländischen Königspaares im Mai 2014. Hierbei war es nicht nur besonders aufregend König Willem-Alexander und Königin Maxima zu treffen, sondern ihnen auch einen Einblick in den Studienalltag am Zentrum für Niederlande-Studien zu geben. Aber auch im Studienalltag gab es immer wieder tolle Momente, wie etwa die Gruppenarbeiten zu den verschiedensten Themen, Exkursionen in die Niederlande oder auch Austauschmomente mit Alumni, externen Partnern oder Wissenschaftlern. Hierbei möchte ich auch das Auslandssemester an der VU Amsterdam nicht unerwähnt lassen. Auch das war eine wirkliche tolle Erfahrung.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe am ZNS von Oktober 2013 bis Dezember 2016 studiert. 

    Welchen Weg hast du nach Deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Da ich das Studiensystem in den Niederlanden während meines Auslandssemesters in Amsterdam sehr interessant und modern fand, habe ich mich nach einem Praktikum nach der Bachelorarbeit dazu entschlossen, für meinen Master zurück in die Niederlande zu gehen. Ich habe dann von September 2017 bis August 2018 den einjährigen Master of Science "International Public Management and Policy" an der Erasmus Universität Rotterdam absolviert. Nach einem Traineeprogramm bei der Niederrheinischen IHK, arbeite ich nun dort als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und als Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren im Kreis Kleve. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Es lohnt sich auch schon im Studium über den Tellerrand zu schauen und sich im Auslandssemester auf ein paar Schwerpunkte zu spezialisieren. Auch bei der weiteren Masterwahl oder bei der Suche nach einer Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Studiengang sehr viele essentielle Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, die man in einem breiten Kontext anwenden kann. Und genießt unbedingt die Zeit in Münster, die familiäre Stimmung am Zentrum für Niederlande-Studien ist einmalig und die Stadt bietet perfekte Bedingungen für ein erfolgreiches Studium.

     

     

  • Lina Heming
    Lina Heming

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nachdem ich ein Jahr in den Niederlanden als Au-pair verbracht hatte, hatte ich ein großes Interesse an den Niederlanden und der niederländischen Sprache, mir war aber noch unklar in welchen Bereich ich genau gehen möchte. Da der Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien so interdisziplinär ist, hat er perfekt zu meiner Situation gepasst. Außerdem hat mich der familiäre Charakter des kleinen Studiengangs angesprochen, wodurch naher Kontakt zu den Dozenten und Kommilitonen besteht.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Der Studiengang hat mir die Möglichkeit geboten ein halbes Jahr an der VU in Amsterdam zu studieren, wodurch ich viele internationale Studenten kennenlernen und meine Niederländisch-Kenntnisse vertiefen konnte. In Münster war es eine schöne Erfahrung, dass ich sehr schnell ein enges Verhältnis zu meinen Mitstudierenden aufbauen konnte. Außerdem haben mir die vielen Gruppenarbeiten sehr gefallen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Nach der Regelstudienzeit im Herbst 2017.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Während meines Studiums habe ich mich vor allem für Kommunikationswissenschaften und Marketing interessiert. Deswegen habe ich zunächst ein halbes Jahr lang ein Praktikum bei NBTC, einem niederländischen Tourismusbüro im Bereich Marketing gemacht. Dies hat mich darin bestärkt, dass ich mich auch weiterhin in diese Bereiche vertiefen möchte. Daraufhin habe ich dann den Premaster und Master Kommunikation mit Schwerpunkt Digital Marketing an der Universität Twente gemacht. Nun arbeite ich als Trainee PR und Marketing für eine Online-Plattform, wo ich für den niederländischen Markt verantwortlich bin.

    Die Niederlande ziehen sich wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf. Das hat mir geholfen mich auf dem Arbeitsmarkt von anderen abzuheben und Arbeitgeber auf mich aufmerksam zu machen.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Auch wenn der Studiengang interdisziplinär ist, was für mich, die am Anfang noch nicht genau wusste in welchen Bereich ich gehen wollte, ein großer Vorteil war, würde ich euch empfehlen, frühzeitig eure eigenen Interessen zu erkunden. So könnt ihr euch schon in einem frühen Stadium eures Studiums um Praktika und Studentenjobs in dem jeweiligen Bereich bemühen, was sehr hilfreich im späteren Arbeitsleben ist! Neben Fachwissen zählt nämlich oft praktische Erfahrung. 

  • Frauke Hiess
    Frauke Hiess

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Glücklicherweise bin ich bilingual Niederländisch-Deutsch aufgewachsen und hatte daher von klein auf immer einen engen Bezug zu den Niederlanden. Dieser Umstand, verbunden mit meinem großen Interesse an politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen und Neugierde auf Auslandserfahrung, eine neue tolle Stadt und die Breite des Studiums haben mich dann zu den NL-D-Studien gebracht.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    In Erinnerung bleibt mir neben dem fachlichen Wissen, das ich im Laufe des Studiums erworben habe (und das ist sicher nicht zu unterschätzen!), mit Sicherheit die familiäre Atmosphäre am Zentrum für Niederlande-Studien. Hier habe ich Freundschaften fürs Leben geschlossen, das Studentenleben gehabt, von dem ich immer geträumt hatte und zudem die Basis für ein internationales Netzwerk legen können. Auch den engen, freundlichen Kontakt mit den Dozenten empfand ich immer als sehr angenehm. Am Zentrum kennt man sich, nimmt sich Zeit für den Austausch und man ist als Student definitiv mehr als seine Matrikelnummer.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe von Oktober 2014 bis Februar 2018 am ZNS studiert.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Bachelor wollte ich die Beziehung zwischen Deutschland und den Niederlanden aus europäischer Perspektive betrachten. Daher habe ich mich für den Doppel-Master European Studies der WWU und der Universiteit Twente in Enschede entschieden. Diesen Master habe ich nach zwei Jahren erfolgreich beendet und arbeite nun bei einer globalen Management-Beratung mit Schwerpunkt Finanz-und Krisenkommunikation.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Nehmt alles mit, was ihr kriegen könnt! Ob das nun abendliche Veranstaltungen, Auslandssemester oder auch Praktika neben dem Studium oder ein passender Nebenjob ist. Jeder Baustein, den ihr im Studium habt, bringt euch später weiter. Und nicht zuletzt: Genießt die Zeit und habt Spaß. Daher: veel plezier! :)

     

  • Ole Krafft
    Ole Krafft

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Direkt nach meinem Zivildienst 2011 hatte ich eigentlich vor, auf Lehramt zu studieren. Ganz sicher war ich mir jedoch nicht. Ich wählte daher zur Überbrückung für ein Jahr diesen multidisziplinären Studiengang, in dem viele meiner Interessensgebiete wie Geschichte, Kultur, Politik sowie eine Fremdsprache (in dem Fall Niederländisch) auftauchten. Sehr schnell habe ich dann bemerkt, dass ich mich persönlich sehr in dem Studiengang aufgehoben fühlte und dass mir der Studiengang mehrere Perspektiven bietet. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar für diese Entscheidung. Nicht nur konnte ich mit dem Bachelor-Studiengang eine neue Fremdsprache erlernen, vielmehr bekam ich Einblicke in mehrere Disziplinen und konnte erleben, wie viele Möglichkeiten es für mich auf dem deutsch-niederländischen Arbeitsmarkt gibt.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast? 

    Da fällt mir direkt das sehr familiäre und positive Klima während der Studienzeit ein. Dadurch, dass unser Jahrgang etwa die Größe einer Schulklasse hatte, kannte man eigentlich jeden. Allein das hat merklich dazu beigetragen, dass ich das Studium nach einer kurzen Bedenkzeit komplett absolvieren wollte. Darüber hinaus gab es auch immer ein sehr gutes, ja fast schon familiäres Verhältnis zu den Dozent*innen, die für uns immer ein offenes Ohr hatten. Auch in meinem Auslandssemester in Nijmegen habe ich schöne, einprägsame Erfahrungen gesammelt. Der Campus hatte ein großartiges Angebot, es gab zudem auch viele internationale Studenten. Ich hatte das Glück in einem Haushalt mit zwei Niederländern und einer Slowenin zu wohnen. Das hat mir sehr viel gebracht, um hautnah die niederländische Lebensweise in einer Studenten-WG mitzubekommen und neben Niederländisch auch meine Englischkenntnisse zu vertiefen. Mein Praktikum an der Handwerkskammer Münster in 2014 hat mir gezeigt, dass meine Stärken ganz klar in der interkulturellen Kommunikation und im Organisationsmanagement liegen. Hier habe ich in dem Projekt GMA (grenzüberschreitender Maschinen- und Anlagenbau) in der Planung, Konzeption und Kommunikation mit deutschen und niederländischen Austellern im Rahmen der Hannover-Messe 2014 mitgewirkt und konnte einige Kontakte knüpfen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Jahr 2015.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach einer kleinen Auszeit in Neuseeland habe ich mich entschieden einen internationalen Master zu absolvieren. Durch meine positiven Erfahrungen des binationalen Bachelors, der räumlichen und gelebten Nähe zu den Niederlanden sowie des tollen ERASMUS-Jahres in Nijmegen, kam für mich als sinnvolle Ergänzung der Master in European Studies in Betracht. Ich entschied mich nach Flensburg zu gehen, eine Stadt, die nahe der dänischen Grenze liegt und sich ebenfalls in engem Austausch mit seinem Nachbarland befindet. Auch hier merkte ich schnell, dass mir als Schwerpunkte Geschichte und Politik sowie interkulturelle Aspekte der Europäischen Union gefallen. In meiner Masterarbeit ging ich wieder „back to the roots“: In einem deutsch-niederländischen Ländervergleich beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Rechtspopulismus und stellte rhetorische Stilmittel gegen Geflüchtete von Geert Wilders (Vorsitzender der PVV) und Frauke Petri (AfD) aus Sitzungen der Tweede Kamer bzw. des Landtags von Thüringen vor. Als freier Referent arbeitete ich von Dezember 2017 bis April 2018 an der Akademie Sankelmark (bei Flensburg) und organisierte Seminare mit Schwerpunkt Europa oder politischen Themen (zum Beispiel Rechtspopulismus/Rechtsextremismus). Im Mai 2018 fand ich bei dem internationalen Kirchenhilfswerk NAK-karitativ e.V. eine Stelle als Sachbearbeiter. Von Vorteil waren unter anderem meine interkulturellen Erfahrungen, aber vor allem auch meine niederländischen Sprachkenntnisse- das Hilfswerk ist nämlich auch in Suriname und Südafrika tätig. Mittlerweile bin ich als Projektkoordinator für den Kaukasus zuständig. Außerdem betreue ich auch Freiwillige, die über die Entsendeorganisation „weltwärts“ in die Länder Malawi, Südafrika und Sambia entsandt werden. Künftig soll ich zudem in politischen Bildungsprogrammen tätig sein und die Freiwilligen in Themen der Entwicklungszusammenarbeit weiter schulen. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag an die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Dieser Studiengang bietet aufgrund seines multidisziplinären Charakters so viele Möglichkeiten, um eine Stelle im In- oder Ausland zu finden. Ich kann nur empfehlen im Laufe des Studiums Schwerpunkte bzw. Akzente in den Fachbereichen zu setzen, die einen ansprechen. Bei mir war es der Bereich Politik und Kultur sowie interkulturelle Kommunikation, die mich zu meinem jetzigen Beruf geführt haben. Ich kann außerdem nur empfehlen das Auslandssemester in den Niederlanden zu nutzen, um grenzübergreifende Kontakte zu knüpfen, aber auch um zu schauen, ob es nicht auf niederländischer Seite einen interessanten Berufsweg für euch gibt. Häufig entstehen hier tiefgehende Freundschaften oder man bekommt vielleicht wichtige Kontakte, die sich noch als sehr hilfreiche bei der späteren Jobsuche erweisen können. Geholfen haben mir auch zu jederzeit meine freundschaftlichen Kontakte zu Kommilitonen- man kann sich von ihnen immer Impulse, Anreize oder auch Ratschläge einholen. 

  • Julia Lahann
    Julia Lahann

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem Abitur hatte ich keine genauen Vorstellungen, in welche Richtung es beruflich für mich gehen soll (ich glaube/hoffe, damit bin ich nicht alleine ;-) ). Eigentlich wollte ich mich auch noch gar nicht ganz festlegen. Wirtschaftliche Themen fand ich interessant, „irgendwas mit Medien“ sollte es vielleicht auch werden. Mit der niederländischen Sprache und Kultur hatte ich schon oft Berührungspunkte – ich wohne nämlich nur wenige Minuten vom Achterhoek (Provinz Gelderland) entfernt und hatte „Niederländisch“ als Schulfach. Münster als Studienort war für mich auch perfekt. Daher habe ich mich gefreut, als ich im Studienangebot der WWU auf „Niederlande-Deutschland-Studien“ gestoßen bin, ein generalistischer Studiengang, der viele Themen bündelt, für die ich mich interessiere.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Eine meiner wichtigsten Erfahrungen während des Studiums war, dass (so gut wie) jedes Thema spannend sein kann, wenn man sich damit näher beschäftigt. Das Wissen über unterschiedliche Themen – auch wenn ich damit erst einmal so gar nichts anfangen konnte –, kann man oft irgendwann noch einmal gebrauchen. Eine sehr schöne Erfahrung war zudem das Auslandssemester in Nijmegen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Jahr 2017. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Bachelorabschluss habe ich zunächst ein Praktikum in Richtung Social-Media-Management bei einem Start-Up in Düsseldorf gemacht. Im Oktober 2017 habe ich dann ein zweijähriges Volontariat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreisverwaltung Borken begonnen. In diesem Rahmen durfte ich zum Beispiel auch bei einer Zeitungsredaktion, einem Radiosender und in der Pressestelle einer Polizeibehörde hospitieren. Aufgrund der örtlichen Nähe des Kreises Borken zu den Niederlanden hatte ich auch öfter mit niederländischen Städten und Gemeinden, Pressevertretern sowie der EUREGIO Gronau zu tun. Zudem habe ich den Social Media Manager (IHK) absolviert. 

    Heute arbeite ich weiterhin in der Pressestelle des Kreises – nun als Internetredakteurin – und bin unter anderem für die Webauftritte und Social Media zuständig. Außerdem unterstütze ich die Kollegen bei der täglichen Pressearbeit. 

    Meine Arbeit in der Kreisverwaltung ist übrigens auch sehr vielseitig: Beinahe täglich kommt man mit neuen Themen in Kontakt, da wir so viele unterschiedliche Bereiche bedienen wie zum Beispiel Ausländerangelegenheiten, Gesundheit, Jugend und Familie, Soziales, Tiere und Lebensmittel, Umwelt sowie Verkehr. Da hat es mir geholfen, dass ich mich bereits während meines Studiums parallel mit verschiedenen Themen beschäftigt habe.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Es kann auch von Vorteil sein, nicht genau zu wissen, wohin sein eigener (beruflicher) Weg gehen soll. So probiert man wahrscheinlich mehr Dinge aus, sammelt wichtige Erfahrungen und kann die (Arbeits-)Welt/seine Aufgaben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

     

  • Marcus Lübbering
    Marcus Lübbering

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    „Vorbelastet“ durch eine kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Ausbildung und Praxiserfahrung sollte der Themenkreis des angestrebten Studiengangs mein bisheriges Wissensspektrum erweitern. Der Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien warb mit seiner multidisziplinären Ausrichtung und nach der Info-Veranstaltung war mir sofort klar, dass er die von mir gesuchte optimale Ergänzung ist. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Das Studium im Haus der Niederlande mit seinem fast schon familiären Charakter, die Erstellung von Referaten und die Erledigung von Anforderungen im Team sowie die Unterstützung durch die Dozenten haben mich begeistert. Zudem war das obligatorische Auslandssemester in den Niederlanden eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe mein Studium 2015 beendet.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Als ich 2015 mein Studium beendet hatte, wollte ich mein frisch erlerntes Wissen natürlich einsetzen und fand auch umgehend einen Job in der Logistik, in dem das möglich war. Als ein deutsches Unternehmen ein niederländisches Unternehmen übernommen hatte, bekam ich ein Angebot als Mitarbeiter im Projektmanagement, um die Eingliederung der neuen niederländischen Dependance zu betreuen sowie eine neue IT-Infrastruktur inkl. neuer ERP-Software einzuführen. Dass ich diese Aufgaben erfolgreich umsetzen konnte, verdanke ich auch in hohem Maße dem Wissen aus dem Niederlande-Deutschland-Studium. Auf den neuen Praxis-Erfahrungen aufbauend arbeite ich nun als Consultant für einen international agierenden deutschen Softwarehersteller. Zudem konnte ich mir ein Netzwerk in den Niederlanden aufbauen, von dem ich bereits öfter profitieren konnte. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Durch seinen multidisziplinären Charakter bietet dieses Studium all jenen eine optimale Voraussetzung, die sich mit einem Bachelor-Studiengang verschiedene Möglichkeiten für das Berufsleben oder den Master offenhalten möchten. Wer zudem Teamarbeit liebt und mindestens Sympathien für die Niederlande und ihre Bewohner hegt, der ist definitiv in diesem Studiengang goldrichtig!

  • Jonas Onstein
    Jonas Onstein

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich bin an der niederländischen Grenze aufgewachsen und seit jeher schon oft in beiden Ländern unterwegs gewesen. Dort schnappt man kulturelle, sprachliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf. Auf dem Gymnasium konnte ich ab der 11. Klasse Niederländisch als drittes, sprachliches Fach wählen und bin in der 12. und 13. in den LK gewechselt. Als ich dann über einen Freund, mit dem ich gemeinsam Abi gemacht habe, erfahren habe, dass er dieses Fach studiert, war es für mich wie die Faust aufs Auge. Unabhängig meines Backgrounds fand ich die Diversität sehr spannend. Man kann sich in verschiedene Module einarbeiten, die alle einen unterschiedlichen Schwerpunkt haben. Das hilft bei der Schärfung des eigenen Profils für die weitere akademische, berufliche Laufbahn. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Als erstes war es schön, in eine neue Stadt mit ganz vielen jungen Kommilitonen zu kommen. Das erste Mal von zu Hause weg. Der Studiengang war dahingehend besonders, als dass es ein überschaubarer, kleiner Kreis ist, in dem es aufgrund der relativ geringen Anzahl Studierender keine Barrieren gab. Im Laufe des Studiums habe ich gemerkt, dass durch die verschiedenen Module ganz unterschiedliche Kompetenzen gefragt sind und Interessen angeregt werden. So muss man sich immer wieder neu auf Vorträge, Klausuren, Teamarbeiten einstellen und sich selbst challengen. Das war definitiv eine wichtige Erfahrung - in Bezug aufs Studium, aber auch auf die eigenen Leistungen. 

    Zu den schönsten Erfahrungen zählen die Kurs-Ausflüge, das Sinterklaas-Fest aber auch beim 25-jährigen-Jubiläum des ZNS dabei sein zu dürfen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2017

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Schon während meines Studiums hat mich der kommunikative und der sprachliche Part des Studiums am meisten interessiert. Während des Praxis-Semesters habe ich in einem deutschen Start-Up gearbeitet und dort auch meine Bachelorarbeit geschrieben. Dort bin ich geblieben, um den Weg weiterzugehen. Wichtig ist aber an dieser Stelle, dass ich auch in Gesprächen mit niederländischen Agenturen/Unternehmen im Marketing-Umfeld in Kontakt war. Und das möchte ich hervorheben: Sie haben Deutsche, die Niederländisch sprechen und diesen Background haben, mit Kusshand genommen. Wenn man ab einem bestimmten Zeitpunkt weiß, wo sein Schwerpunkt liegen wird, ist es sicherlich ratsam, sich schon in so eine Richtung umzuschauen und zu vernetzen. 

    Seit Anfang 2020 bin ich, nach einem lehrreichen Aufenthalt in einer Werbeagentur, Inhaber einer Social Media-Agentur mit mittlerweile 5 Mitarbeitern und im Start-Up-Segment unterwegs mit eigenen Produkten. 

    Und ich hoffe, das hält noch etwas an…:-) 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Nutzt die Möglichkeiten, die der Studiengang euch bietet. Es gibt kaum vergleichbare Studiengänge, die so divers sind. Ihr habt also die Chance, viel zu lernen, euch in verschiedene Bereiche einzuarbeiten und euer eigenes Profil zu schärfen - gemäß eurer Interessen. 

    Ihr seid Experten! Zwischen kaum zwei anderen Ländern wie D und NL findet so ein Austausch statt. Ihr habt die Möglichkeit, in beiden Ländern Fuß zu fassen und werdet dafür ausgebildet. Behaltet das im Hinterkopf.

    Verkauft das auch so! Erzählt im Bewerbungsgespräch, was ihr alles lernt, wie divers ihr ausgebildet werdet. Hebt eure starken Seiten hervor, für die ihr brennt. Das kommt sehr gut an. Zudem seid ihr von einer top Uni: die WWU hat ein hohes Ansehen ;-) 

    Hinterfragt euch regelmäßig, wo ihr hinwollt. Im fortgeschrittenen Semester: Wenn ihr euch festgelegt habt, werdet dort zu Experten, richtet eure Praktika darauf aus. Dann ist der Weg ein gerader.

    Hört bei Professor Wielenga in allen Geschichtsfächern zu - damit wir nicht vergessen. Es gibt aktuell genügend Trottel auf den Straßen.

  • Hedda Palenio
    Hedda Palenio

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für den Bachelor Niederlande-Deutschland-Studien entschieden, da ich nach meinem Abitur und einem anschließenden sozialen Jahr in den USA immer noch nicht genau wusste, was ich studieren/beruflich machen wollte. Der Studiengang hat mich interessiert, da er so viele Fächer abgedeckt hat und ich Niederländisch bereits in der Schule gelernt hatte. Mir hat es dann im Verlauf des Bachelors dann doch so sehr gefallen, dass ich das Studium auch abgeschlossen habe, obwohl es nicht meine erste Wahl war.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die schönsten Erfahrungen waren das Studentenleben in Münster an sich und vor allem auch das Auslandssemester in Nijmegen. Ich habe in beiden Städten eine super tolle Zeit gehabt, sehr gute Freundschaften geschlossen und auch die verschiedenen Vorlesungen und Seminare haben mir gefallen. Eine wichtige Erfahrung für mich war, dass ich ein politisches und wirtschaftliches Interesse während des Studiums entwickelt habe, was ich vorher noch nicht hatte. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Dozenten. Ich habe, dadurch dass wir uns so intensiv mit einem anderen (Nachbar-)Land beschäftigt haben, viel über kulturelle, gesellschaftliche und politische Unterschiede und/oder Ähnlichkeiten zwischen Ländern gelernt. Auch das Erasmussemester war hierbei eine wichtige Erfahrung. Ich habe dadurch ein neues Gefühl für europäische Identität und EU-Politik gewonnen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2018

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach dem Bachelor habe ich für 3 Monate ein freiwilliges Praktikum bei Fairtrade Deutschland in Köln gemacht. Danach habe ich in Enschede mit dem Premaster und anschließendem Master Communication Studies (auf Englisch) begonnen, den ich im August 2020 abgeschlossen habe.

    Nebenbei habe ich in einer Werbetechnik-Agentur im On- und Offline-Marketing gearbeitet. Im November beginne ich eine Stelle im Bereich Online Marketing/Webdesign. Ich wollte eigentlich einen Job mit niederländischem oder internationalem Bezug, leider hat sich so schnell nichts ergeben. Mir war es aber erst mal wichtig, dass ich schnell anfange zu arbeiten, weil ich bei meinen Bewerbungen gemerkt habe, dass die Unternehmen selbst bei Stellen für Berufsanfänger schon umfangreiche praktische Erfahrungen verlangen.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Am besten so früh wie möglich eine Werkstudentenstelle in dem Bereich anfangen, in welchem ihr später auch arbeiten wollt und damit praktische Erfahrung sammeln. Ansonsten in jedem Fall das Studium, das schöne Münster und die Studentenzeit genießen. Mir hat es sehr geholfen, dass ich im Studiengang sehr gute Freundinnen hatte, mit denen ich die Vorlesungen besucht habe und zusammen lernen konnte. Unsere Bachelorarbeiten haben wir zusammen in der Niederlande Bib geschrieben, an diese Zeit denke ich oft noch gerne zurück! Natürlich auch ganz oft in die Niederlande reisen und wenn ihr euer Niederländisch verbessern wollt zusätzlich niederländische Nachrichten und Podcasts hören oder niederländischen Influencern/BNers auf Instagram folgen.

  • Eike Petersen
    Eike Petersen

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Neben meiner Passion für die Niederlande waren es vor allem die Vielfalt der Disziplinen, die der Studiengang umfasst (Politik, Wirtschaft, Geschichte, Sprache usw.) und die Aussicht auf ein Auslandssemester, die mich dazu bewogen haben, diesen Bachelorstudiengang zu absolvieren.  

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Der schönste Teil meiner Studienzeit war das Auslandssemester in Amsterdam. In dieser faszinierenden und wunderschönen Stadt gelebt und studiert haben zu dürfen, war für mich die perfekte Ergänzung zum Studium in Münster und ein wunderbares Privileg, an das ich noch immer sehr gerne zurückdenke. Die Möglichkeit an der VU Amsterdam (Freie Universität Amsterdam) meine Kurse relativ frei zu wählen und so einen Studienschwerpunkt herausbilden zu können, war sehr wichtig für mich – auf diese Weise habe ich ein großes Interesse und eine persönliche Leidenschaft für das Fach Politikwissenschaften entwickelt. Die Grundlage dafür haben die politikwissenschaftlichen Seminare der ersten Semester des Bachelorstudiums in Münster gelegt. Aus akademischer Perspektive hat mir das sehr geholfen mich weiter zu entwickeln. Persönlich ist ein Studium im Ausland natürlich ebenfalls eine riesige Bereicherung  gewesen.   

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Mein Bachelorstudium habe ich im Jahr 2014 abgeschlossen.  

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Das Bachelorstudium habe ich mit der festen Absicht abgeschlossen, meine politikwissenschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen. Deswegen habe ich direkt im Anschluss einen Masterstudiengang in diesem Fach an der Universität in Heidelberg absolviert. Die Kenntnisse der niederländischen Sprache, die ich während des Bachelorstudiums in Münster und Amsterdam erworben habe, konnte ich während eines Erasmus-Semesters im Masterstudium an der Universität Leuven in Belgien weiter vertiefen. Nach dem Masterstudium habe ich in einer Public-Affairs Agentur in Berlin gearbeitet. Mittlerweile bin ich in einer internationalen Unternehmensberatung tätig und lebe und arbeite in Kanada.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ein multidisziplinäres Grundstudium, wie es der Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien ermöglicht, schafft eine breite Wissensgrundlage und bietet vielfältige Einblicke in unterschiedliche akademische Disziplinen. Ich habe diese Freiheit und Vielfalt als bereichernd empfunden. Sich frühzeitig Gedanken über das eigene Profil (akademisch und beruflich) zu machen, ist jedoch sehr wichtig für den späteren Werdegang. Außerdem ist der Aufbau eines Netzwerkes in einem potentiellen späteren beruflichen Umfeld wichtig. Für mich war es sehr hilfreich unter anderem durch Praktika während des Studiums ein solides persönliches Netzwerk aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln, die beim Berufseinstieg hilfreich sein können. Ich hatte zudem den Eindruck, dass das Team am Haus der Niederlande das Thema Praktika und Berufseinstieg nicht ignoriert, sondern Unterstützung bietet, aktive Netzwerkarbeit betrieben wird (z.B. für Alumni) und man für die allermeisten Fragen einen passenden Ansprechpartner findet. Last but not least: Das Haus der Niederlande ist überaus geschichtsträchtig und der ideale Ort für diesen Studiengang, die Bibliothek ist sehr gut ausgestattet und das Verhältnis der Studierenden zu den Dozenten ist sehr persönlich.

  • Jessica Pilarski
    Jessica Pilarski

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Ich habe mich nach dem Abi für sehr viele unterschiedliche Studiengänge interessiert, meistens mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, Psychologie, Kommunikation oder Medien. Die interdisziplinäre Ausrichtung war dann das ausschlaggebende Kriterium für den Bachelor Niederlande-Deutschland-Studien. Die Möglichkeit, in verschiedene berufliche Richtungen hineinblicken zu können und mich nicht direkt schon 100 Prozent „committen“ zu müssen, hat mir extrem geholfen. Die Orientierung und die Entscheidung für einen Bereich fanden dann während des Studiums statt, wobei die Entscheidung vor allem durch  den Erasmus-Aufenthalt und das Pflichtpraktikum gefestigt wurde.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die familiäre Atmosphäre, der große Praxisbezug  und die sehr nahe Betreuung durch die DozentInnen und Professoren waren Punkte, die mir sehr positiv aufgefallen und im Kopf geblieben sind. Der absolute Höhepunkt war für mich das Auslandssemester in Nijmegen, wo ich mich dann bereits auf die Felder Marketing und Kommunikation spezialisiert habe. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich ganz konkret, in welchen Bereich ich möchte. Im Praktikum habe ich mich weiter in diesen Bereich vertieft. Ich fand es extrem schön, dass wir relativ frei in der Entscheidung waren. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2017 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Bereits während des Bachelors habe ich das Pflichtpraktikum bei der Modemarke Diesel im Bereich Marketing absolviert und wusste von dort an, dass ich diesen Bereich besser kennenlernen möchte. Auch durch meine Nebentätigkeiten während des Studiums habe ich mein „know how“ auf diesem Gebiet noch mehr vertiefen können. Da die Digitalisierung ein immer wichtiger werdender Aspekt im Marketing ist, entschied ich mich für ein Traineeprogramm in einer Berliner Online-Marketing-Agentur. Einige ihrer Kunden kamen aus den Niederlanden, was auch ein Pluspunkt war. Im Anschluss wollte ich das gelernte Wissen „in-house“ anwenden können und das am liebsten in einem Bereich, der mich privat stark inspiriert: Fitness. Nun bin ich seit zwei Jahren als Marketing Managerin bei einem großen Fitnesskonzern und da für die Neueröffnungen zuständig. Aktuell arbeite ich an dem Markteintritt für Rotterdam, London, Trieste, und den Neueröffnungen in vielen weiteren Städten in Deutschland der Marke John Reed. Meine Arbeit ist super abwechslungsreich, vielseitig und man darf sehr viel mitgestalten. Da hat es mir geholfen, dass ich mich bereits während meines Studiums parallel mit verschiedenen Themen beschäftigt habe.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Was ich euch gerne als Tipp mitgeben möchte: Baut euch ein starkes Netzwerk auf und schaut immer über den Tellerrand. Mir hat es extrem geholfen, mich im Auslandssemester und beim Praktikum auf gewisse Schwerpunkte zu spezialisieren. In dem interdisziplinären und vor allem sehr praxisbezogenen Studiengang wurden uns viele Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, mit denen wir breit aufgestellt sind. Geht den Weg, den ihr gehen wollt. Haltet euch eure Ziele, Interessen und eure Passion ganz klar vor Augen!

  • Natalie Poloczek
    Natalie Poloczek

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Wie die meisten Abiturienten wusste ich noch nicht, was ich für den Rest meines Lebens machen möchte. Auch nach zwei Semestern im Studiengang Chemie an der WWU war es noch nicht klarer. Nur, dass es nicht Chemie sein sollte, das wusste ich jetzt. 

    Bei meiner zweiten Studienwahl wollte ich also die Chance nutzen, meine Interessen neu zu entdecken. Aber was, wenn mir auch der nächste Studiengang nicht gefällt? Ich wollte eine 180°-Wende machen und wusste, dass mein eigentliches Talent in den Geisteswissenschaften liegt. „Kommunikation? Politik? Was soll ich nehmen? Und Wirtschaftswissenschaften finde ich eigentlich auch interessant…“. Ich wollte mich nicht für eines dieser Fächer entscheiden und alle anderen gleichzeitig ausschließen. Darum war ich sehr glücklich, als ich nach langem Suchen den Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien entdeckte, der mir einen Einblick in so viele Bereiche ermöglichte. Der umfangreiche Studienmix hat mir deutlich gezeigt, in welche Richtung ich mich schlussendlich bewegen möchte. Während meines Auslandssemesters in Amsterdam konnte ich mich dann zielgerichtet auf die Themen Marketing und Organisationswissenschaften spezialisieren, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Rückblickend freue ich mich umso mehr, dass ich durch das Studium breit aufgestellt bin und mir die Zukunft offensteht. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Meine schönste Erfahrung habe ich beim Taalunie-Zomercursus in Gent, Belgien, erlebt. Die Kooperation mit der Universität Gent bringt jährlich etwa 100 Studenten aus aller Welt zusammen, die sich mit den Niederlanden beschäftigen. Mir hat der 2-wöchige Aufenthalt gezeigt, wie viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten (Europa, Afrika, Asien, Amerika) Niederländisch sprechen und mit den Niederlanden zusammenarbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass das ZNS mir diese Möglichkeit eröffnet hat. Diese einmalige Erfahrung zeigte mir neue Perspektiven auf, was wiederum den kompletten Studiengang auszeichnet. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe mein Studium 2020 mit der Abgabe der Bachelorarbeit beendet. Nach der Regelstudienzeit wurde mir ein schneller Jobeinstieg ermöglicht, sodass mein Abschluss kurz in den Hintergrund rückte. Durch die persönliche und vor allem flexible Zusammenarbeit hat mich das ZNS dabei unterstützt, meine Abschlussarbeit neben meinem Vollzeitberuf zu schreiben. Der enge Austausch mit meinen Dozenten hat mir in meiner beruflichen Laufbahn sehr geholfen und ich bin glücklich darüber, dass ich dadurch mein Studium berufsbegleitend beenden konnte.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Pflichtpraktikum im 6 Semester, welches ich in Südafrika absolviert hatte, habe ich mich für ein zweites Praktikum im Bereich Marketing beim Niederländischen Büro für Tourismus & Convention (NBTC) in Köln entschieden. Das NBTC bewirbt die Niederlande als Urlaubsdestination für ausgewählte Zielgruppen. Nach Abschluss meines Praktikums wurde ich als Projektmanager Marketing in eine Vollzeitstelle übernommen. Nach vielen Projekten und Kampagnen bin ich heute als PR & Influencer Marketing Manager beim NBTC beschäftigt. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Sei offen für Neues! Nutze die vielseitigen Chancen, die dieser Studiengang bietet und erfahre mehr über dich selbst, während du deine Fähigkeiten entdeckst. Wenn du offen für andere Kulturen und wissenshungrig bist, ist dieser Studiengang perfekt für dich! 

  • Marie Poppen
    Marie Poppen

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach dem Abitur war ich unsicher, in welchem Bereich ich später arbeiten möchte. Der Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien ist sehr vielseitig und verlangt nicht direkt eine Entscheidung in welche Richtung es später gehen wird. Außerdem finde ich an dem Studiengang gut, dass man nicht nur die Sprache des Nachbarlandes lernt, sondern auch etwas über die Geschichte, Kultur, Politik etc. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Durch die kleine Größe des Studiengangs habe ich mich nicht verloren gefühlt, wie es vielleicht in anderen Studiengängen der Fall ist, z.B. bei BWL oder Jura. Auch unter den Studenten kannte jeder jeden. Das hat mir sehr gut gefallen. Die wichtigste Erfahrung, die ich machen durfte, ist das Reinschnuppern in alle Bereiche, wie Geschichte, Wirtschaft, Kunst, Literatur, Kommunikation, etc. Dadurch konnte ich für mein späteres Berufsleben, Bereiche ausschließen, aber auch welche in die engere Auswahl ziehen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Meinen Abschluss habe ich im September 2018 gemacht.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach dem Bachelor habe ich zuerst ein Praktikum bei der Handwerkskammer in Münster im Bereich Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Am Ende meines Praktikums wurde ich gefragt, als Elternzeitvertretung in diesem Bereich Vollzeit zu arbeiten. Dadurch hatte ich meinen ersten richtigen Job. Anschließend habe ich als Projektmanagerin im Bereich Bildung bei der Region Aachen gearbeitet und war für grenzüberschreitende Bildungsprojekte zuständig. Im Herbst 2020 beginne ich meinen neuen Job - ebenfalls als Projektmanagerin - bei der Wachstumsregion Ems-Achse in Papenburg. Außerdem fange ich dann mit meinem Master Interdisziplinäre Niederlandistik in Münster an.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mein Ratschlag: Viele werden sagen "Ich wusste gar nicht, dass man das studieren kann." oder "Und was willst du später damit machen?". Aber lass dich dadurch nicht verunsichern. Denn nicht jeder studiert diesen Studiengang, was zugleich viele Menschen, deinen zukünftigen Arbeitgeber mit eingeschlossen, neugierig machen wird. Außerdem steht dir fast "die ganze Welt" damit offen.

  • Petra Schulze-Göcking
    Petra Schulze-Göcking

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich bin nicht direkt von der Schulbank ins Studium gestartet, sondern hatte zuvor eine Ausbildung als Verlagskauffrau absolviert und einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Meine Praxiskenntnisse aus den Bereichen Medien und Marketing wollte ich gerne professionalisieren, gleichzeitig interessierte ich mich schon immer für Politik und Sozialwissenschaften. Ehrlich gesagt sah ich das Studium auch einfach als Chance, mich noch einmal in verschiedenen Disziplinen auszuprobieren und persönlich weiterzuentwickeln. Nicht zuletzt erschien mir der Bezug zu den Niederlanden spannend: Ich selbst bin in der Nähe zur niederländisch-deutschen Grenze aufgewachsen und fand den Gedanken reizvoll, Niederländisch als neue Fremdsprache zu erlernen.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Wenn ich an mein Studium zurückdenke, dann fallen mir so viele schöne Erinnerungen ein. Die familiäre Atmosphäre und die vielen interessanten Veranstaltungen am ZNS, der persönliche Kontakt zu den Dozent*innen und tolle Freundschaften und Netzwerke, die ich bis heute pflege. Aufregend und richtungsweisend waren für mich vor allem meine Praktika beim Magazin “Parbode” in Paramaribo/Surinam und beim Duitsland Instituut Amsterdam (DIA). Sie haben meine Entscheidung, mich auf Journalismus und Kommunikation zu spezialisieren, definitiv beeinflusst. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Jahr 2014. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Studium war ich zunächst einige Zeit bei der niederländisch-deutschen Agentur mediamixx in Kleve tätig. Dort habe ich gemeinsam mit meinen Kolleg*innen Kunden aus den Bereichen Kultur, Tourismus und Hochschulen zu ihrer Kommunikation im Nachbarland beraten.

    Wie es der Zufall so will, bin ich vor über drei Jahren wieder beim DIA „gelandet” – jenem Institut, in dem ich auch schon mein Praxissemester absolviert hatte. Dort arbeite ich als Referentin für Kommunikation und Veranstaltungen. Zusammen mit meiner Kollegin entwickle ich Kommunikationsstrategien für das Institut und betreue ich die Social Media- und Online-Kanäle. Darüber hinaus gehört die Pressearbeit und die inhaltliche und praktische Organisation von (Publikums-)Veranstaltungen zu meinen Aufgaben. Als landesweites Expertisezentrum vermittelt das DIA relevantes Deutschland-Wissen an verschiedene Zielgruppen in den Niederlanden, von der Journalistin, Politikerin und Wissenschaftlerin bis hin zum Lehrer, Studenten, Schüler und Young Professional.  Wir möchten außerdem deutsch-niederländische Netzwerke und den Austausch über die Grenze hinweg fördern.

    Das DIA bietet mir ein spannendes, inspirierendes Arbeitsumfeld, in dem ich mein Interesse für Politik, Gesellschaft und internationale Beziehungen mit meinem Know-How der interkulturellen Kommunikation optimal verbinden kann. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung berichten. Ich denke, dass es wichtig ist, sich während der Berufsorientierung und Stellensuche nicht verrückt machen zu lassen. Nur weil eine Stelle krisensicher ist, muss es nicht die Richtige sein, und nur, weil ein Job hohes Einkommen und Ansehen verspricht, ebenso wenig. Da sollte man auf sein Bauchgefühl und nicht so sehr auf die Ratschläge anderer Leute hören. Und, ganz wichtig: Genießt zwischen all den Prüfungen und Praktika auch einfach mal das Studentenleben!

  • Maria Tadema
    Maria Tadema

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich damals für den Studiengang entschieden, weil es mir schon im Niederländisch-Unterricht in der Schule immer Spaß gemacht hat, mich mit den Niederlanden zu befassen und das deswegen auch weiterhin machen wollte.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Der Mix aus den verschiedenen Fächern und Fachrichtungen hat mir gefallen und hilft mir auch in meinem jetzigen Studiengang (Tourismus Studien) sehr weiter, da auch dieser sich aus etlichen verschiedenen Fachrichtungen zusammensetzt. Auch das Auslandssemester in Rotterdam war eine große Bereicherung für mich und meine persönliche Entwicklung. Ich fand es toll, mal was anderes zu sehen, auch wenn es „nur" in die Niederlande ging, geographisch gesehen also nicht so weit weg.  Die "Großstadt" Rotterdam ist dennoch eine ganz andere Welt als das ländliche Münster(land).

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe das Studium im Januar 2020 abgeschlossen. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Seit September studiere ich an der Radboud Universität den Masterstudiengang Arts and Culture: Tourism and Culture. Die Jobsuche muss Corona-bedingt etwas verschoben werden, zumal ich gerne in die Tourismusbranche einsteigen möchte.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Genießt die Zeit in vollen Zügen, es geht schneller vorbei als man denkt.

  • Ariane Vaughan
    Ariane Vaughan

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich wollte etwas in Richtung Kulturwissenschaften machen und habe 2013 den Studiengang eher zufällig entdeckt. Die interdisziplinäre Ausrichtung fand ich besonders spannend und sah deshalb darin ein Bachelorstudium, das einem Möglichkeiten in verschiedene berufliche Richtungen eröffnen kann. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    In Münster wurden wir gut in die grundlegenden Themenbereiche des Studiengangs eingeführt und darauf vorbereitet, einen Schwerpunkt zu finden. Vor allem die Tatsache, dass der Studiengang recht klein und die Wege im Haus somit recht unkompliziert sind, hat mir vor allem zu Beginn viel gebracht und dazu beigetragen, die Nervosität, die man vielleicht mit so einem neuen Schritt hat, zu verlieren. Nebst vielen guten Erfahrungen in Münster waren jedoch vor allem mein Auslandssemester in Amsterdam und mein Praktikum in Suriname von besonderer Bedeutung für mich. In Amsterdam habe ich vor allem sozialwissenschaftlich ausgerichtete Kurse belegt, was mich im Endeffekt auch zu meinem Masterstudiengang und meinem jetzigen Berufsbereich gebracht hat. In Suriname habe ich ein Praktikum bei einer Zeitung gemacht und war das erste Mal alleine auf einem anderen Kontinent. Beide Auslandsaufenthalte waren sowohl fachlich als auch für meine persönliche Entwicklung sehr prägend und ich habe dort Menschen kennengelernt, mit denen ich auch heute noch eng befreundet bin.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2016

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach dem Bachelor habe ich in Graz und Bochum das Masterstudium Gender Studies studiert, welches ich dann 2018 absolviert habe. Den sozialwissenschaftlichen Fokus aus dem Semester in Amsterdam habe ich dort beibehalten, weshalb ich nach meinem Studienabschluss auch 1,5 Jahre an der Ruhr-Universität Bochum am Lehrstuhl für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht gearbeitet habe. Seit August 2020 bin ich nun als Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Werther (Westf.) beschäftigt. Dort mache ich eine Elternzeitvertretung und werde im nächsten Jahr schauen, wie es beruflich für mich weiter geht. Aus meinem Bachelorstudium sind bis heute vor allem die politik- und kommunikationswissenschaftlichen Kenntnisse aus Münster sowie die Erfahrungen aus Amsterdam und Suriname relevant.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich denke, dass es auch schon im Bachelorstudium wichtig ist, sich gewissermaßen einen persönlichen Fokus zu schaffen. Wenn sich jemand für ein bestimmtes Thema interessiert, kann man das oft aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. So weiß ich z.B. noch, dass meine erste politikwissenschaftliche Hausarbeit sich 2013 mit Frauen in der rechtsextremen Szene befasst hat - ein Thema, das ich inzwischen auch aus der Perspektive der sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung betrachten kann. Absolvent*innen sollten sich ebenfalls überlegen, welche Kenntnisse sie aus dem Bachelorstudium gewonnen haben und vertiefen möchten - sei das durch ein Masterstudium oder ein Volontariat o.ä.

  • Cornelius van Vugt
    Cornelius van Vugt

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Unter anderem, weil ich zweisprachig aufgewachsen bin, da ich niederländische Vorfahren haben. Da außerdem schon drei Generationen vor mir an der WWU studiert haben, habe ich diese Universität direkt in die engere Wahl genommen. Die Niederlande-Deutschland-Studien boten mir die Möglichkeit, meine niederländische Seite zu komplettieren und mich angeleitet mit verschiedenen historischen und aktuellen Aspekten zu befassen.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Dass der Unterricht sowohl auf Deutsch als auch auf Niederländisch stattfand und dass man ein Semester in den Niederlanden verbracht hat, waren für mich die wichtigsten Erfahrungen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Meinen Bachelor habe ich 2015 abgeschlossen.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Der Weg nach meinem Bachelorabschluss hat mich bis heute in recht unterschiedliche Bereiche geführt. Direkt nach Studienende habe ich für ein halbes Jahr als Projektmanager bei einem landkreiseigenen Tourismusverband gearbeitet – mein Pflichtpraktikum hatte ich bereits im Tourismusbereich absolvierte, damals mit Schwerpunkt „Marktbearbeitung Niederlande“. Nach dieser ersten befristeten Stelle (nicht unüblich für den Öffentlichen Dienst) folgte dann meine zweite befristete Stelle, diesmal als landkreisweiter Flüchtlingsbeauftragter. Im Anschluss war ich über den Europäischen Solidaritätscorps für ein Jahr an einer Berufsschule im Elsass angestellt und aktuell studiere ich den Master Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Der rote Faden meiner auf den ersten Blick buntgemischten Berufslaufbahn sind die Fähigkeiten, die ich während des Bachelors gelernt oder ausgebaut habe: Offenheit, Interesse an verschiedenen Aspekten nationaler und grenzüberschreitender Kulturen, die Fähigkeit, sich schnell in ganz unterschiedliche Bereiche fundiert einarbeiten zu können, Sensibilität gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen, ein Blick für international zusammenhängende politische Prozesse und nationale politische Haltungen. Mein Ratschlag daher: Natürlich ist das landesspezifische Interesse während des Bachelors Niederlande-Deutschland-Studien im Vordergrund – legt euren Fokus aber auch auf das vielseitige geisteswissenschaftliche Handwerkszeug, dass im Rahmen des Bachelors erlernt, erweitert und eingeübt wird!

  • Juliane Weßling
    Juliane Weßling

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich fand die niederländische Sprache schon immer sehr spannend, traute mich aber damals nicht, „nur“ die Sprache alleine zu studieren. Die Kombination aus Niederländisch und anderen Fächern hingegen, wie Politik oder Kommunikation, wie sie in den Niederlande-Deutschland-Studien zu finden ist, sprach mich dann direkt an. Deshalb besuchte ich das Haus der Niederlande am Hochschultag im Herbst 2013, vor meinem Abitur, um mich eingehender über den Studiengang zu informieren. Nach einem positiven ersten Eindruck habe ich dann einen Tag lang in Absprache mit Markus Wilp probeweise die Veranstaltungen der Erstsemester besucht, und anschließend wusste ich: Das will ich studieren!

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die Dozenten am Haus der Niederlande kennen ihre Studierenden persönlich. Dies ist meiner Meinung nach ein wichtiges Merkmal des Studiengangs – es gibt keine Anonymität oder Massenveranstaltungen, wie zum Beispiel bei Studiengängen wie BWL. Ich fühlte mich immer gut betreut und wusste, an wen ich bestimmte Fragen richten konnte. Neben den vielseitigen Kenntnissen, die man in Themengebieten wie Kommunikationswissenschaft, Politik oder Geschichte im Studium erworben hat, war mein Auslandssemester in Nijmegen eine sehr wichtige und auch schöne Erfahrung für mich. So konnte ich die beiden unterschiedlichen Hochschulsysteme kennenlernen. Viele meiner Kommilitonen fanden die Anforderungen im Auslandssemester wesentlich anspruchsvoller als in Münster. Ich aber habe mich dort, wahrscheinlich auch durch den Abstand zum gewohnten Umfeld in Münster, sehr stark auf das Studium fokussieren können und dies als sehr angenehm wahrgenommen. Wir wurden durch die „Faculteit der Letteren“ an der Radboud Universiteit sehr gut betreut. Ich fühlte mich dort wie eine vollwertige Studierende und nicht wie eine „Erasmus-Kurzzeitbesucherin“, sodass es gut zu schaffen war und man an seinen Aufgaben wachsen konnte. Das Studium in den Niederlanden hat mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung und auch beim Selbstmanagement sehr geholfen und wird mir immer als positiver Aspekt meines Studiums in Erinnerung bleiben. Zudem war es eine tolle Erfahrung, dass ich über meinen Studiengang am „Zomercursus Nederlands“ der „Nederlandse Taalunie“ teilnehmen konnte und zwei tolle Wochen mit einem spannenden, abwechslungsreichen Programm rund um die niederländische Sprache und Kultur und Niederländisch-Studierenden aus aller Welt (u. a. aus Japan, Südafrika, Polen, Russland) in Gent/Belgien verbringen durfte.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Jahr 2017 habe ich meinen Bachelor absolviert.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Ich hatte das große Glück, noch vor Abgabe meiner Bachelorarbeit eine Zusage als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen im deutsch-niederländischen Interreg-Projekt „Cross Border Talent“ zu erhalten, in welchem ich bis heute beschäftigt bin. Mit „Cross Border Talent“ wird talentierten Studierenden der Hochschule Osnabrück, FH Münster und Saxion Hogeschool die Möglichkeit geboten, ihre Bachelor- oder Masterarbeit in kleinen und mittelständischen Unternehmen des jeweiligen Nachbarlandes zu schreiben und dort anschließend über ein sechsmonatiges Traineeship in den Beruf zu starten. Meine Arbeit dort ist sehr vielfältig und immer im Kontext „Deutschland-Niederlande“ angesiedelt: So betreue ich die Bewerber*innen für „Cross Border Talent“ während ihrer gesamten Zeit im Projekt, gehe mit ihnen auf die Suche nach einem passenden Unternehmen im Projektportfolio, besuche gemeinsam mit den Projektkolleg*innen die teilnehmenden Unternehmen, um diese kennenzulernen und für sie geeignete Studierende vermitteln zu können. Ich organisiere Workshops für Studierende und regelmäßige Stakeholder-Events oder Exkursionen zu Partnerunternehmen. Außerdem zählt es zu meinen Aufgaben, „Cross Border Talent“ nach außen auf Messen und Veranstaltungen zu repräsentieren.

    Meine Aufgaben im binationalen „Cross Border Talent“-Team bereiten mir sehr viel Freude, sodass ich mir sehr gut vorstellen kann, auch in Zukunft im Hochschul-, oder internationalen, sehr gerne im deutsch-niederländischen, Kontext tätig zu sein. Während meiner Berufstätigkeit habe ich zudem festgestellt, dass ich mich noch näher mit der niederländischen Sprache auseinandersetzen möchte, sodass ich nun parallel zu meiner Berufstätigkeit seit dem Wintersemester 2019 den Masterstudiengang „Interdisziplinäre Niederlandistik“ in Münster studiere. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich glaube, dass es als Absolvent*in der Niederlande-Deutschland-Studien wichtig ist, gut erklären zu können, welche Kenntnisse man im Studium konkret erworben hat, da Arbeitgeber dieses Studienfach eventuell nicht kennen. Zudem gibt es nur sehr wenige Stellen, bei denen genau nach „Leuten wie uns“ gesucht wird – auch die Tatsache, dass ich sofort eine studiengangsbezogene Beschäftigung gefunden habe, ist meiner Meinung nach ein wahrer Glückstreffer. Hier sollte man stets offen sein und sich in einem breiteren Umfeld auch auf Stellen bewerben, welche vielleicht auf den ersten Blick nicht so passend erscheinen. Wer sich allerdings für die Niederlande interessiert und interdisziplinär Kenntnisse in mehreren Fachgebieten erwerben möchte, für den sind die Niederlande-Deutschland-Studien der richtige Studiengang. Gerade während des Studiums entwickelt man häufig noch bestimmte Schwerpunktinteressen, auf die man sich dann in der Folge konzentrieren kann (z. B. ein kommunikationswissenschaftliches Masterstudium).

  • Philipp Wypschlo
    Philipp Wypschlo

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Um ehrlich zu sein, habe ich damals zu Beginn meines Studiums ein zweites Fach für meinen 2-Fach-Bachelor gesucht und habe mit Freude diesen interessanten Studiengang gefunden. Schon seit meiner Kindheit habe ich eine hohe Affinität zu den Niederlanden, hervorgerufen unter anderem durch mehrere Urlaube und kurzfristige Ausflüge in die schönen Städte des Landes. Durch den Studiengang lernt man sehr viele tolle Facetten des Landes kennen und beleuchtet Dinge noch einmal ganz anders. Aber man lernt nicht nur viel über die Niederlande, sondern lernt sein Heimatland auch nochmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Darüber hinaus habe ich mich schon immer gerne mit Sprachen beschäftigt und daher war es ein weiterer Pluspunkt, dass man die niederländische Sprache erlernen kann. Hier war es besonders hilfreich, dass die Sprache von Muttersprachlern vermittelt wird, die einem hilfreiche Tipps und Tricks beibringen konnten. 

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Für mich war das familiäre Verhältnis bei diesem Studiengang immer die schönste Erfahrung. Man kannte seine Kommilitonen, man durfte die Dozenten überwiegend duzen und einem wurde immer mit vollem Engagement geholfen, sei es bei einer einfachen Frage über das Land oder bei der nicht einfachen Suche nach einem geeigneten Thema für die Bachelorarbeit. Die Dozenten haben uns immer das Gefühl gegeben, dass sie für uns immer ein offenes Ohr haben und sie uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. 

    Eine weitere wichtige Erfahrung war das Auslandssemester an der Partneruniversität in Nimwegen. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, eine fremde Uni. Alles neue Herausforderungen, die einen nochmal aufs weitere Leben vorbereitet und uns nochmal neu gefordert haben. Aber auch hier haben wir immer wieder Hilfe von unseren Dozenten bekommen und hatten nie das Gefühl, auf uns alleine gestellt zu sein. 

    Ebenfalls spannend war die Vielzahl an unterschiedlichen Themen, die wir während des Studiums behandelt haben. So wurde es nie langweilig während der verschiedenen Phasen des Studiums und man hat immer wieder etwas Neues gelernt. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Meinen Abschluss habe ich im Jahr 2016 gemacht. 

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Nach meinem Studium habe ich den Schritt aus meinem gewohnten Umfeld gewagt und arbeite nun als Stock Specialist bei AO Deutschland (einem Online Verkäufer für Elektrogeräte) und bin dort verantwortlich für den niederländischen Markt. Zu Beginn habe ich geholfen auf dem niederländischen Markt Fuß zu fassen. Hier konnte ich mit meiner Erfahrung mit und Wissen über die niederländische Kultur, das Arbeitsverhalten und mögliche Vorurteile helfen, wichtige und gute Kontakte zu knüpfen. Hier war es ebenfalls von Vorteil, dass ich die niederländische Sprache fließend beherrsche, was die Kommunikation teilweise deutlich vereinfacht hat. 

    Des Weiteren bin ich Ansprechpartner für unsere niederländischen Kunden und versuche bei Problemen zu vermitteln und diese so schnell wie möglich zu lösen.

    Ich sage immer gerne: "Ich arbeite für eine englische Firma in Deutschland und spreche den ganzen Tag Niederländisch."

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Natürlich könnte ich euch jetzt raten, dass ihr immer schön fleißig lernen sollt, aber das wisst ihr selber. :)

    Ich kann euch diesen Studiengang nur empfehlen, da er eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Ich wusste nicht von Anfang an, was ich später machen möchte, aber habe durch den Studiengang viele Perspektiven bekommen und arbeite jetzt in einem tollen Beruf. 

    Ich rate euch, dass ihr so viele Praktika wie möglich machen solltet. Hier bekommt ihr nochmal ganz neue Einblicke in die Arbeitswelt und vielleicht findet ihr ja schon durch das Praktikum einen Bereich, in dem ihr später mal arbeiten möchtet. 

    Aber auch wenn ihr schon eine Richtung habt, in die ihr später mal wollt, ist dieser Studiengang auch sehr zu empfehlen, da ihr Euch auf viele Bereiche spezialisieren könnt und euch dabei immer geholfen wird. 

  • Moritz Zimmer
    Moritz Zimmer

    Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für den Bachelorstudiengang entschieden, da er mir verschiedene Wege offenließ, und ich mich noch nicht festlegen wollte. Ich hatte zwar die Absicht, Journalist werden zu wollen - schließlich arbeitete ich bereits seit meiner Schulzeit als freier Mitarbeiter für die Westfälischen Nachrichten -, kam von diesem Gedanken allerdings während des Studiums vollständig ab. Zum Glück hatte ich also keinen Studiengang gewählt, der mich in diese Sackgasse geführt hätte.

    Was waren die wichtigsten/schönsten Erfahrungen, die du während deines Bachelorstudiums gemacht hast?

    Die wichtigsten und schönsten Erfahrungen zugleich habe ich während des Auslandssemesters an der RU Nijmegen und des Redaktionspraktikums bei der surinamischen Zeitschrift Parbode in der Hauptstadt Paramaribo gemacht. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, die niederländische Sprache auch mal im außeruniversitären Rahmen anzuwenden und dabei täglich Fortschritte beobachten zu können. Zudem habe ich in Südamerika meine heutige Freundin kennengelernt, mit der ich seit nunmehr vier Jahren eine glückliche flämisch-deutsche Beziehung führe. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Bachelor im Wintersemester 2015/2016 abgeschlossen.

    Welchen Weg hast du nach deinem Bachelorabschluss eingeschlagen?

    Im selben Semester habe ich den Masterstudiengang Europäisches Regieren: Markt-Macht-Gemeinschaft an der Universität Osnabrück aufgenommen. Während dieser Zeit habe ich ein dreimonatiges Praktikum bei der EUREGIO in Gronau absolviert und war anschließend als freier Mitarbeiter für die Organisation tätig. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt habe ich mich auch als Übersetzer aus dem Niederländischen und Englischen selbstständig gemacht. Meine ersten Aufträge habe ich über die Online-Übersetzungsplattform Fairlingo aus Enschede erhalten, später habe ich selbst Kunden akquiriert. Über die Facebook-Gruppe des ZNS habe ich eine Stelle als Vertriebsmitarbeiter für die Niederlande bei der Firma B&W Energy in Heiden (Kreis Borken) erhalten, zuerst in Vollzeit und später wegen der guten Auftragslage als Übersetzer in Teilzeit. Zugleich war mir während dieser etwas mehr als zweijährigen Beschäftigung immer klar, dass ich Lehrer werden wollte. Dieser Gedanke kam mir während meines Masterstudiums und der kürzeste Weg dorthin war ein Seiteneinstieg (für den eine der Voraussetzungen eine zweijährige Berufserfahrung ist) mit der Fächerkombination Niederländisch und Sozialwissenschaften. Für diese Fächer hatte ich während meines Studiums genug Studienpunkte gesammelt. Mittlerweile arbeite ich als noch auszubildender Lehrer an einer Gesamtschule in Voerde (Niederrhein) und schließe diese Ausbildung voraussichtlich im Oktober 2022 ab. Dann werde ich verbeamtet und bin anderen Lehrkräften gleichgestellt.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mein Ratschlag an die Studierenden und Absolventen dieses Faches ist, den Raum für Auslandserfahrungen tatsächlich zu nutzen, um die niederländischen Sprachkenntnisse auszubauen. Diese sind das größte Alleinstellungsmerkmal auf dem Arbeitsmarkt und gerade in der Grenzregion unheimlich viel wert. Nutzt das Praktikum für einen Aufenthalt in einer niederländischsprachigen Stadt, aus der man nach Feierabend nicht wieder zurück nach Deutschland fahren kann, denn Sprachen lernt man im ungezwungenen Rahmen bekanntlich am besten.

     

  • Michèlle Bouwmans
    Michèlle Bouwmans

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für diesen Masterstudiengang entschieden, weil mir das Programm die Möglichkeiten bot Praktika zu machen und in Deutschland zu studieren. Unter anderem, weil man sowohl mit deutschen als auch mit niederländischen Studierenden zusammen studiert, gibt es außerdem viele tolle Möglichkeiten von den Kulturen zu lernen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2019.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Eigentlich ganz einfach über verschiedene Websites wie LinkedIn und Indeed und in meinem Netzwerk. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich bin im Retail-Bereich tätig als Projekt Manager für ein niederländisches Unternehmen, das medizinische Produkte an verschiedene (deutsche) Drogerien und Supermärkte liefert. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Vor allem die deutsche Sprache in der Kommunikation mit deutschen Stakeholdern, aber auch das Wissen über und die Erfahrung mit Kulturunterschieden im niederländischen und deutschen Betriebsleben. Also vor allem Sprache und (interkulturelle) Kommunikation. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich möchte euch raten, die Möglichkeiten zu nützen in Praktika Berufserfahrung zu sammeln in einer Richtung, in der ihr euch weiter entwickeln möchtet. 

  • Esther Brandsma
    Esther Brandsma

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Die deutsch-niederländischen Beziehungen, die deutsche Sprache, Geschichte und Kultur haben mich schon immer fasziniert. Nachdem es mich in 2010 nach Berlin verschlug, wo ich immer noch lebe, hat dieses Interesse nur noch zugenommen. Im Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien konnte ich meine Begeisterung für diese binationale Beziehung mit meinem Interesse für Politik, Wirtschaft, Kultur und Sprache verbinden – somit hat der Studiengang perfekt zu mir gepasst. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2014/2015.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Persönliche Kontakte, Jobportale, Websites von interessanten Firmen, Institutionen etc. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich war im Jahr 2013 im Bundestagsbüro von Otto Fricke (MdB) tätig, von 2014-2015 dann 1,5 Jahre in der Kultur- und Kommunikationsabteilung der Niederländischen Botschaft in Berlin. Aktuell arbeite ich als Mercedes-Benz Global Programme Managerin für die Firma CitNOW. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Die verschiedenen Sprachen (Deutsch, Niederländisch, aber auch sehr viel Englisch), sowie die interkulturelle Kommunikation sind in meinem Alltag sehr wichtig. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Habt keine Angst – greift an! Es gibt keinen „richtigen Weg“. Ihr werdet in diesem Studiengang divers ausgebildet – somit könnt ihr in allen Bereichen, in vielen Ländern Fuß fassen – aber vergesst nicht, dass nicht die Bücher, sondern die Praxiserfahrung euch letztendlich zeigen wird, wo eure Stärken liegen und vor allem wohin ihr gehen möchtet. 

  • Roxanne Broekhuizen
    Roxanne Broekhuizen

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem Bachelor in Deutsche Sprache und Kultur an der Universität Utrecht, wollte ich mich in die grenzüberschreitenden Wechselwirkungen zwischen Deutschland und den Niederlanden vertiefen. Da die Niederlande-Deutschland-Studien sehr breit gefächert sind, bekommt man einen Einblick in verschiedene Fachrichtungen.  Die ideale Wahl für mich, da ich damals noch nicht wusste in welche Richtung ich gehen wollte. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Master 2018 gemacht.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Nach meinem Master habe ich auf verschiedenen Wegen nach Stellenausschreibungen und passenden Betrieben gesucht. Da ich schon ziemlich schnell wusste, dass ich im kulturellen Sektor arbeiten wollte, habe ich unter anderem gesucht auf culturele-vacatures.nl und den bekannten Sites wie Indeed, LinkedIn und Nationale Vacaturebank. Darüber hinaus habe ich meine Umgebung wissen lassen, dass ich auf der Suche nach einer Funktion im kulturellen Bereich bin.. Letzteres war schlussendlich der Schlüssel für mich.  

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich arbeite heute als Box Office Manager bei Theater Walhalla in Rotterdam. Ich habe in dieser Position den Überblick über alle Abteilungen des Theaters und probiere sie so gut wie möglich aufeinander abzustimmen, sodass alles und jeder vorbereitet ist auf die kommenden Vorstellungen. 

    Ich bin unter anderem verantwortlich für alle Kontakte mit dem Publikum und beschäftige mich mit Buchhaltung, Personalplanung und Marketing. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Obwohl ich mich im Moment nicht mit den Wechselwirkungen zwischen den Niederlanden und Deutschland beschäftige, hat der Master mir dennoch viel gebracht. Meine Erfahrung ist, dass man sich während des Masters zu einer Person entwickelt, die flexibel einsetzbar ist.  Man bekommt Tools mit, die helfen vielseitige Projekte angehen zu können. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Zuallererst musst du dir im Klaren darüber sein, was du dir von einem Job erhoffst und was nicht. In welchem Fachgebiet kannst du herausstechen? Wo liegt dein Interesse? 

    Im Laufe der Jahre habe ich gemerkt wie wichtig ein eigenes Netzwerk bei der Suche nach einem Job sein kann. Wenn du auf der Suche bist: Lass das auch jeden, den du kennst, wissen. So kommt vielleicht etwas auf deinen Weg, woran du in erster Linie noch nicht gedacht hast. Darüber hinaus musst du realistische Erwartungen haben. Jobangebote kommen nicht angeflogen. Geh also aktiv auf die Suche. Bleib am Ball! Und vor allem: Bleib positiv!

  • Stan Cortenbach
    Stan Cortenbach

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Während meines Bachelorstudiengangs "Deutsche Sprache und Kultur" in Nijmegen wurde mir klar, dass ich mich nach dem Bachelor nicht auf die deutsche Sprache als solche beschränken wollte, sondern mich auch näher mit Geschichte, Politik und internationalen Beziehungen auseinandersetzen wollte. Da war der Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien die perfekte Kombination aus diesen Themen, da man sich hier intensiv mit den deutsch-niederländischen Beziehungen (auch im historischen Kontext) beschäftigt. Darüber hinaus war es für mich besonders interessant, dass man ein Jahr in den Niederlanden und ein Jahr in Münster verbringt.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe zwischen September 2015 und Juli 2017 den Masterstudiengang Niederlande Deutschland-Studien absolviert.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Über persönliche (professionelle) Kontakte und Internetseiten (Datenbanken).

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Nach meinem Studium habe ich fast 1,5 Jahre als Politikberater in der österreichischen Botschaft in Den Haag gearbeitet. Seit etwas über einem Jahr arbeite ich in der Europa-Abteilung des niederländischen Außenministeriums. Der Bereich ist also 'Diplomatie/internationale Beziehungen'.  

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Interkulturelle Kompetenzen

    Sprachkenntnisse

    Aufsätze/Dokumente logisch und strukturiert aufbauen  

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Sei dir dessen bewusst, wie wichtig es heutzutage ist, mehrere Sprachen auf sehr hohem Niveau zu beherrschen. Insbesondere in einem internationalen Arbeitsfeld gilt, dass es einem viel bringt, wenn man sich mit anderen Personen in deren Muttersprache unterhalten kann. Das sorgt natürlich dafür, dass man anderen auf persönlicher Ebene näherkommt, aber es vergrößert auch die Effektivität der Arbeit. 

  • Debby Derix
    Debby Derix

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Bei meiner Entscheidung für den Bachelorstudiengang (International Business Communication) war ich mir nie ganz sicher gewesen, ob das die richtige Richtung für mich ist. Im Gymnasium hatte ich mehrere Jahre bilingualen Unterricht auf Deutsch und wollte diese Kombination aus wissenschaftlichem Lernen und der deutschen Sprache im Studium gerne fortsetzen. Das ist mir im Bachelor teilweise gelungen, aber ich war damit doch nicht ganz zufrieden. Ich wollte mich aber auch nicht nur auf das Studienfach Deutsche Sprache und Kultur konzentrieren. Als eine Freundin mich auf diesen Master aufmerksam machte, dachte ich mir: Das ist eine schöne Mischung aus allem, zudem gefiel mir der Fokus auf die deutsch-niederländischen Beziehungen. Und obwohl verschiedene Fachrichtungen unterrichtet werden, bekommt man trotzdem die Möglichkeit, den Masterstudiengang selbst so spezifisch wie möglich zu gestalten (in der Form von Hausarbeiten, Praktika, Masterarbeit) und eine Richtung zu geben, die einen am meisten interessiert. Und der Fakt, dass man auch zwei Semester in Deutschland studiert, hat mir die Entscheidung für diesen Master natürlich auch leichter gemacht. Ich bereue es im Nachhinein sogar, dass ich nicht sofort in Deutschland ein Bachelorstudium angefangen habe.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe im September 2018 mit dem Masterstudiengang angefangen und hatte im September 2020 meinen Abschluss.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Nachdem ich, in der Form von Nebenjobs und Praktika, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland mehrfach Arbeitserfahrung gesammelt habe, war für mich, als Niederländerin, klar, dass ich nach dem Studium erstmal nur in Deutschland auf Jobsuche gehen würde. Ich wollte gerne in Deutschland wohnen bleiben und die deutsche Arbeitskultur hat mir sehr gut gefallen. Zudem war mein „professionelles“ Netzwerk in Deutschland zu dem Zeitpunkt viel größer, was meine Jobsuche in Deutschland vereinfacht hat.

    Auch ich habe klassisch, wie die meisten von uns, auf Online-Jobportalen nach Stellen gesucht und Bewerbungen geschrieben. Aber meine Suche ging schneller zu Ende als gedacht…Was ich bei meiner Suche nämlich sehr gut einsetzen konnte, war tatsächlich mein eigenes Netzwerk. (Ja, ich weiß, im Studium wird das von den Lehrenden sehr häufig wiederholt und immer wieder betont, aber es stimmt leider echt … netzwerken, netzwerken, netzwerken hilft!) Ich bin dann über Kontakte aus meiner Praktikumszeit an Gesprächspartner für meine Masterarbeit geraten. Und einer dieser Gesprächspartner ist nun mein heutiger Chef geworden, da er nach unserem Gespräch gefragt hat, ob ich Interesse daran hätte, eine Initiativbewerbung zu schicken. So kann es in manchen Fällen sehr schnell gehen.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich habe also zum Glück unmittelbar nach meinem Abschluss eine Stelle gefunden. Ich bin im Öffentlichen Dienst als Project Officer im Gemeinsamen Interreg-Sekretariat für das europäische Förderprogramm Interreg Deutschland-Nederland tätig.

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Diese Frage finde ich schwierig zu beantworten, da alles schon irgendwie einen Einfluss gehabt hat. Ich glaube, dass auf jeden Fall das Wissen über und die Praxiserfahrung mit der deutsch-niederländischen Beziehung in jedem Fachbereich etwas ist, das hervorsticht. Dieses schnelle Switchen zwischen deutschen und niederländischen Kenntnissen, Gewohnheiten, Wörtern, Verhaltensweisen etc. ist etwas, das ich auch jetzt nach dem Studium noch täglich, vielleicht sogar stündlich, einsetze.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mein Ratschlag ist, die Freiräume im Studium auch echt zu nutzen. Welche Fachrichtung im Studiengang interessiert dich am meisten? Besuche externe Veranstaltungen, die vom Haus der Niederlande organisiert werden, um unter anderem schon mal mögliche Kontaktpersonen in diesem Fachgebiet kennenzulernen. Nutze bei Hausarbeiten bzw. Essays die Möglichkeit, ein Thema aus deinem favorisierten Fachbereich zu wählen. Das macht erstens mehr Spaß und zweitens vertiefst du dich in eine Thematik, die dir bei deiner Jobsuche helfen kann. Entscheide dich für eine Praktikumsstelle, nicht nur, weil du die Praktikumsstunden vollkriegen sollst, sondern suche eine Stelle, wo du dich nach dem Studium auch möglicherweise arbeiten sehen könntest. Fang also früh, am besten von Anfang an,  mit deiner Orientierung auf eine spezifische (Fach-)Richtung an und nehme alles mit, was du mitnehmen kannst. Die zwei Jahre gehen schneller vorbei als du denkst

  • Sebastian Fobbe
    Sebastian Fobbe

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich bin niemand, der sich gerne festlegt. Da ich zunächst Dolmetscher werden wollte, habe ich Sprach-, Kultur-und Translationswissenschaft für die Sprachen Englisch, Niederländisch (Hauptfächer) und Französisch (Nebenfach) in Germersheim studiert. Nach dem Bachelor stand für mich fest, dass ich mich auf die Niederlande spezialisieren möchte. Das hatte vielerlei Gründe. Zum einen habe ich den persönlichen Kontakt und den Umgang auf Augenhöhe am niederländischen Fachbereich in Germersheim immer sehr geschätzt. In meiner zweiten Studiensprache, Englisch, war das genaue Gegenteil der Fall, das Studium dort war deutlich anonymer. Auf der anderen Seite habe ich bereits im Bachelor ein Auslandssemester in Maastricht verbracht, eine Erfahrung, die für mich persönlich wie akademisch bedeutsam war. Hinzu kam der Brexit. So schwer es mir fiel, empfand ich es zunehmend sinnlos, mich mit einem Land zu beschäftigen, dass sich einer Zukunft in der EU verwehrt. Den Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien kannte ich bereits aus der Zeit, als ich mich nach dem Abitur nach Studienfächern erkundigte. Das interdisziplinäre Profil, der bilinguale Unterricht und die Möglichkeit, ein weiteres Jahr in den Niederlanden zu verbringen, reizten mich. Für mich war der Master deshalb ein folgerichtiger Schritt. Ich wollte mein übersetzungs- und sprachwissenschaftliches Profil um Kompetenzen in Politik, Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft erweitern. Mit dem Master in Niederlande-Deutschland-Studien konnte ich genau das tun.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2019.

    Auf welchen Wegen hast du nach Deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Klassisch über Stellenausschreibungen. Ich bin quasi Quereinsteiger. Bevor ich mein Volontariat gefunden habe, hatte ich nur ein Praktikum im Journalismus beim Start-up Perspective Daily gemacht und für NiederlandeNet geschrieben.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Im Journalismus. Davor war ich im Studium lange Zeit im Werbe- und PR-Bereich tätig und habe ein Praktikum in der Lokalpolitik absolviert.

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten? 

    Interdisziplinär und kreativ zu denken und darüber hinaus sich schnell in fremde Themengebiete einzuarbeiten, sind Kompetenzen, die ich im Master weiter ausbauen konnte. Der Bachelor bereitete dafür schon eine solide Grundlage. 

    Obwohl ich im Studium vor allem wissenschaftliches Schreiben und Recherchieren gelernt habe, konnte ich durch Praktika und Nebenjobs auch schon Erfahrungen sammeln in Bezug auf journalistisches Schreiben und Recherchieren – mein tägliches Brot – und im Kommunikationsmodul, wenn auch nur am Rande, einige journalistische Themen kennenlernen.

    Auch wenn ich mich momentan nur am Rande mit den Niederlanden beschäftige, würde ich dennoch sagen, dass das Studium etwas gebracht hat. Wer sich im Journalismus mit den Niederlanden auskennt, ist praktisch konkurrenzlos. Auch Kenntnisse in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Fragen helfen immer.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Macht euer Praktikum im Ausland. Das bringt einem persönlich wie inhaltlich viel mehr. Lasst euch dennoch nicht verrückt machen, das Praktikum kann sicher ein Türöffner sein, muss es aber nicht. 

    Engagiert euch nebenher. Lernt die Fremdsprache gründlich. Knüpft nicht nur Kontakte, sondern schließt Freundschaften. Lasst euch nicht verunsichern. Auch wenn man noch kein genaues Ziel vor Augen, kein riesiges Netzwerk oder keinen Lebenslauf mit rotem Faden hat, kann man einen erfüllenden Job finden. Ich wusste ganz lange nicht, wohin die Reise gehen soll, trotzdem habe ich meinen Weg gefunden.

    Das Wichtigste aber: Seid ruhig auch mal rebellisch. Fordert ein, was ihr wollt und braucht. Fordert euch selbst, und (im richtigen Rahmen) eure Dozenten heraus. Hört nicht auf den Arbeitsmarkt, sondern auf euch selbst. Macht, wofür ihr brennt und was euch Spaß macht. Was meine eigene Sparte angeht, kann ich sagen: Fangt früh genug an. Schreiben ist reine Übungssache. Bewerbt euch irgendwo, Hauptsache, ihr könnt schnell praktische Erfahrungen sammeln. Zeigt eure Stärken. Sucht euch ein Thema, das euch wirklich interessiert, und nicht eines, das gerade en vogue ist. Habt Geduld und einen langen Atem.

  • Lioba Galliet
    Lioba Galliet

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Im Bachelor habe ich Anglistik und Niederlandistik studiert. Das war erst einmal eine Herzens- und Interessensentscheidung, denn nach dem Abi hatte ich leider noch keine Ahnung, was ich beruflich machen wollte. Also bin ich nach meinen Interessen gegangen und das waren die Sprachen. Und an den Niederlanden hing nach etlichen traumhaften Urlauben einfach mein Herz. Damals dachte ich, dass ich im Laufe der Jahre sicherlich wissen würde, was ich genau machen will. Leider ist die Erleuchtung nicht konkret eingetroffen. Aber nach einem Bachelorstudium unter lauter Lehramtsstudierenden (Lehramt war für mich als Lehrerkind von vornherein ausgeschlossen) war mir klar, dass ich einen Master machen muss, mit dem ich „mehr in die Praxis komme“. So interessant ich Literaturwissenschaften auch fand und finde (immer eines meiner Lieblingsmodule), wurde mir immer mehr bewusst, dass dieses Thema mich nicht in einen Beruf führen wird. Die Sprachen und vor allem die Sprache Niederländisch wollte ich aber nicht aufgeben. Also habe ich recherchiert und bin auf den Master Niederlande-Deutschland-Studien gestoßen. Überzeugt haben mich dabei der Aufenthalt in den Niederlanden, die Kombination der Module und das vorgesehene Praktikum. Auf der einen Seite konnte ich mich weiter etwas mit Sprache, Kultur und Literatur beschäftigen. Auf der anderen Seite habe ich Einblicke bekommen in Themen wie Unternehmensrecht, interne und externe Kommunikation etc. Das schien mir sinnvoll, um mich auf die Berufswelt vorzubereiten. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2015


    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ehrlich gesagt gar nicht. Neben meinem Master war ich in Teilzeit beim Münsterland e.V. im Bereich Tourismus beschäftigt (Betreuung der Gäste, Anfragen bearbeiten, Seminare organisieren etc.) und direkt nach meinem Master konnte ich die Stunden erhöhen, so dass ich erst einmal versorgt war. Kein Job für ewig, aber ich hatte keinen Stress und konnte mir in aller Ruhe Gedanken machen, was ich machen möchte, wo ich recherchieren könnte etc. In der Zeit habe ich mich, wie viele andere wohl auch, bei der Euregio in Gronau beworben. Leider ist das nichts geworden. Aber durch diese Bewerbung und Kontakte, die durch meine Arbeit beim Münsterland e.V. entstanden sind, bin ich zu meiner jetzigen Tätigkeit bei der projaegt gmbh gekommen. 


    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich bin bei der projaegt gmbh, einem jungen Unternehmen für Projekt-, Prozess- und Fördermittelmanagement. Ganz konkret bin ich zuständig für das Regionalmanagement der beiden LEADER-Regionen Baumberge und Bocholter Aa. LEADER ist ein Förderprogramm der EU zur Stärkung des ländlichen Raums. Das Regionalmanagement managt den Prozess in der Region und fungiert als Bindeglied zwischen bewilligender Stelle und Projektträger. Zu meinen Aufgaben gehören so u.a., die Beratung und Unterstützung von Projektträgern bei der Antragsstellung und Umsetzung von Projekten, die Vorbereitung und Moderation von Sitzungen, Öffentlichkeitsarbeit etc. Also ein sehr facettenreicher und abwechslungsreicher Job. 


    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Ich denke die Fähigkeit, mich schnell in neue Themen einzuarbeiten. Durch die sehr unterschiedlichen LEADER-Projekte komme ich mit Themen in Berührung, mit denen ich vorher noch nie etwas zu tun hatte. Da wir aber auch in Kontakt mit den LEADER-Regionen in den Niederlanden stehen, helfen mir auch meine Kenntnisse der niederländischen Sprache und Kultur. Darüber hinaus strukturiertes Arbeiten und das Schreiben von Texten (Projektkonzepte, Öffentlichkeitsarbeit). 


    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Praxiserfahrung sammeln. Durch Praktika aber auch z.B. durch ehrenamtliche Tätigkeiten. Denn auch wenn man nicht sofort genau weiß, was man will, lernt man so nach und nach, was man nicht möchte und so auch Schritt für Schritt, was einem wirklich Spaß macht. Das merke ich auch jetzt noch. 

  • Peter Gramberg
    Peter Gramberg

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich bereits seit meinem ersten Studium der Sozialgeographie Anfang der neunziger Jahre immer sehr für Deutschland interessiert. Meine damalige Abschlussarbeit behandelte einen Vergleich von Einwanderern im Ruhrgebiet und im niederländischen Limburg. Nachdem ich fast zwanzig Jahre gearbeitet hatte, wollte ich ein weiteres Studium beginnen und meiner Karriere eine neue Richtung geben. Was mich an diesem Studiengang angesprochen hat, war der interdisziplinäre Charakter, die Mischung aus deutschen und niederländischen Studenten und Dozenten und den beiden Orten Nijmegen und Münster. Der Studiengang hat meine Erwartungen in all diesen Punkten erfüllt und ich blicke mit großer Zufriedenheit zurück.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2015 (2012 angefangen)

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Während des Studiums habe ich ein Praktikum bei DNL-contact in Steinfurt gemacht. Ich wollte ein Praktikum in der Nähe von Münster, damit ich nicht ständig umziehen musste.  DNL-contact konzentriert sich auf grenzüberschreitende Projekte in allen Bereichen, oft in einem Interreg Kontext. Während des zweiten Studienjahres arbeitete ich mehrere Stunden bei DNL-contact. Nach dem Studium bin ich da einfach ´hängen geblieben´. Also richtig gesucht habe ich damals nicht wirklich, außer nach einem Praktikum.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Bei DNL-contact bin ich immer noch an einigen Interregprojekten beteiligt. Seit 2017 arbeite ich aber hauptsächlich an der Saxion Hogeschool in Enschede in der Abteilung Sozialarbeit. Ich bin da Dozent und Forscher. Saxion hat viele deutsche Studenten und es gibt sogar eine deutschsprachige Version des Studiengangs Sozialarbeit. Manchmal unterrichte ich auch dort und auf jeden Fall arbeite ich oft mit deutschen Kollegen und Studenten zusammen bei Forschungsprojekten. Ich versuche immer zu schauen was grenzüberschreitend möglich ist. Da gibt es noch eine Welt an Möglichkeiten. Viele Kollegen und Studenten aus der Region Enschede kommen nämlich noch kaum auf die andere Seite der Grenze. Die deutschen Studenten wohnen fast alle in Deutschland, kommen oft nur an einem Tag in der Woche nach Saxion und haben kaum das Gefühl, in den Niederlanden zu sein. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    In erster Linie die deutsche Sprache, sowohl mündlich als auch schriftlich. Außerdem das politische und wirtschaftliche Wissen, das ich während des Studiums gewonnen habe und oft benutze. Generell hat mir das Studium viel mehr Einblick in Deutschland und seine Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den Niederlanden gegeben. Das wird natürlich auch noch verstärkt, weil ich schon so lange in Deutschland lebe. Man wird sich allerdings auch bewusster, Niederländer zu sein. In diesem Sinne erkenne ich manchmal die kulturellen Unterschiede, auf die während des Studiums häufig Bezug genommen wurde, sehr gut.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Eine dauerhafte Auswanderung ist nicht erforderlich, aber ich denke, es ist notwendig, längere Zeit in Deutschland oder den Niederlanden zu leben, um das Wissen aus dem Studium wirklich zu erfahren und in die Praxis umzusetzen.

  • Lara Haller
    Lara Haller

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem Bachelorabschluss der Niederlandistik und Sozialwissenschaften war ich auf der Suche nach einem Master, der die thematischen Inhalte beider Studienfächer aufgreift und vertieft. Der Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien hat durch seine interdisziplinäre Ausrichtung ideal an meinen Bachelor angeknüpft. Besonders angesprochen hat mich der binationale Ansatz des Masters. In zwei Ländern, auf zwei Sprachen und gemeinsam mit deutschen und niederländischen Kommilliton*innen zu studieren, ist eine besondere Chance, die einem dieser Studiengang bietet und die Studieninhalte auf diese Weise nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch vermittelt.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Abschluss 2012 gemacht. 

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich habe mich ganz klassisch auf Stellenausschreibungen beworben. Für die Suche nach vakanten Stellen habe ich vor allem Online-Jobbörsen genutzt. Zudem habe ich mich initiativ bei Unternehmen bzw. Organisationen beworben, die mich als Arbeitgeber besonders interessierten. Neben der Online-Stellensuche war ich auch auf Jobmessen für Berufseinsteiger*innen. Die Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen war für mich schlussendlich am erfolgreichsten. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich habe zunächst als PR- und Social Media Managerin gearbeitet und mich inzwischen auf das Social Media Management fokussiert.   

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Für meinen Beruf konnte ich insbesondere von den Kommunikationsmodulen des Studiums profitieren. Im Arbeitsleben ist für mich aber auch die interkulturelle Kompetenz, die ich durch das binationale Studium erlangt habe, ein großer Vorteil.   

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Die breite thematische Ausrichtung des Studiengangs ist ein großer Vorteil für die spätere Jobsuche. Neben den diversen Studieninhalten sind aber vor allem die praktischen Erfahrungen durch Praktika ein wichtiger Pluspunkt bei der Stellensuche. So kann man erste Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln und weiß für die spätere Jobsuche genauer, in welcher Branche man gerne landen würde. 

  • Rebecca Henrichs
    Rebecca Henrichs

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Die Antwort darauf ist denkbar langweilig: Ich habe mit Freude und Erfolg den Bachelorstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien studiert und wollte weitermachen! Der Masterstudiengang hat einen eigenen Charme und Mehrwert gegenüber dem Bachelorstudium - durch das gemeinsame Studieren in einer kleinen Truppe niederländischer und deutscher Studierenden sowie das Auslandsjahr in Nijmegen. Im Bachelor bin ich extra nach Amsterdam gegangen, weil ich die urige Stadt Nijmegen noch im Master kennenlernen konnte.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2018. Wobei ich einwerfen möchte, dass ich 2017 im Grunde fertig war und „nur“ noch die Masterarbeit schreiben durfte. Und die habe ich aufgrund meines Volontariats 2017 und meines Berufseinstiegs Anfang 2018 noch etwas nach hinten verschoben.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Das darf man gar nicht laut sagen. :) Die Stelle hat mich gefunden, ohne dass ich sie gesucht habe! Und ich musste nicht zweimal nachdenken, denn der Job passt super zu mir. Das Angebot kam natürlich nicht aus dem Nichts: 2016 habe ich während meines Masterstudiums mein Praktikum in der internen Kommunikation bei TenneT in Arnheim gemacht. Das ist der einzige europäische Übertragungsnetzbetreiber, ein niederländisch-deutsches Unternehmen. Zu der Zeit entstand dort das interne, grenzüberschreitende Vitalitäts- und Gesundheitsprogramm. Da ich nebenberufliche Gruppenfitnesstrainerin bin und mich das Thema Gesundheit und Vitalität mein ganzes Leben begleitet, habe ich mich in dem Bereich besonders engagiert. Ende 2017 hat der niederländische Programmmanager dann jemanden gesucht, der das Programm in Deutschland mitbetreuen kann und an mich gedacht. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ähnlich wie das Studium waren meine bisherigen Stationen sehr vielfältig. Das ist das Großartige am Kommunikationsbereich: Mit dem richtigen Werkzeug im (mentalen) Gepäck kann man diverse Themenbereiche angehen und sich weiterentwickeln. 2017 habe ich mein Volontariat in der Kommunikationsabteilung der Lindauer Nobelpreisträgertagungen gemacht. Das ist eine Tagung, bei der jedes Jahr 30-40 Nobelpreisträger sowie rund 600 internationale Nachwuchswissenschaftler aufeinandertreffen zu einem einzigartigen, generationsübergreifendem Austausch. Dort habe ich ein eigenes Projekt, den Lindauer Wissenspfad, sowie zwei Tagungen kommunikativ begleiten dürfen. Wissenschaftskommunikation – ein toller und wichtiger Bereich!

    Heute arbeite ich im Bereich Gesundheitsmanagement (im niederländischen eher gleichzusetzen mit dem Bereich Duurzame Inzetbaarheid) und betreue dort über meinen Arbeitgeber Seppworks vor allem die interne Kommunikation für das Gesundheits- und Vitalitätsprogramm des niederländisch-deutschen Unternehmens TenneT. Das Aufgabenfeld ist wirklich sehr breit: Wir organisieren (zum Teil internationale) Veranstaltungen, schreiben Texte, koordinieren vielfältige Maßnahmen und integrieren das Programm im Gesamtunternehmen.  Vom Erstellen eines Kommunikations- und Kampagnenplans bis zum Implementieren und Monitoren dessen – und jeden Tag warten neue Herausforderungen. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Ich spreche im Arbeitsalltag drei Sprachen: Englisch, aber vor allem Niederländisch und Deutsch.
    Die Sprachkompetenz ist für mich also entscheidend. Das „Sich in zwei Kulturen bewegen können“ ist natürlich mehr als nur sprachlicher Natur: Für den täglichen Umgang mit den vielfältigen niederländischen und deutschen Kolleginnen und Kollegen gibt das Studium eine tolle Basis.
    Aber auch das analytische, wissenschaftliche Herangehen an unterschiedliche Herausforderungen ist nötig. Das mühelose Einlesen in deutsche und niederländische Theorien ist ein wahrer Schatz für meinen derzeitigen Job. Und: Wir haben im Studium wirklich viele Vorträge halten dürfen: Diese Kompetenz kommt mir auch in meinem Job sehr zugute! 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Ich habe im und nach dem Studium häufig gehört, Niederlande-Deutschland-Studien sei zu unspezifisch und zu breit gefächert. Pustekuchen! Die Welt braucht gerade Persönlichkeiten, die links und rechts, über Grenzen und Tellerränder hinausschauen; die sich anpassen können und ein Verständnis für Politik, Wirtschaft und Sprachen, sowie ein Gefühl für die Diversität von Mensch und Kultur haben. 

    Seid mutig und selbstbewusst. Seid neugierig auf euch selbst. Lernt eure Stärken kennen und nutzen. Feiert eure Schwächen und lernt aus Fehlern. Entscheidet euch für das, was euch wirklich interessiert, denn nur darin könnt ihr euer Potential mit Freude ausschöpfen! 

  • Janou Herberighs
    Janou Herberighs

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich bin nahe der deutsch-niederländischen Grenze aufgewachsen und hatte von klein auf immer schon deutsche Freunde. Außerdem hatte ich schon immer ein Talent für Sprachen und es schien mir fantastisch mich nicht nur im Niederländischen, sondern auch noch in einer anderen Sprache gut ausdrücken zu können. Die Wahl ist dann schnell auf Deutsch gefallen. Während meines Bachelorstudiums der Kommunikations- und Informationswissenschaften, hatte ich die Möglichkeit meine zwei Interessen zu kombinieren: das Fachgebiet der Kommunikationswissenschaften mit der deutschen Sprache. Das hat mir so gut gefallen, dass ich eine vergleichbare Kombination auch in einem Masterstudiengang gesucht habe. Im Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien konnte ich meine deutschen Sprachkenntnisse weiter ausbauen und zudem den Schwerpunkt auf Kommunikation legen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Abschluss 2019 gemacht. 

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich habe während meines Studiums als Studentische Hilfskraft in der Abteilung für Deutsche Sprache und Kultur gearbeitet, wodurch ich schon einige Kontakte an der Universität hatte. Noch bevor ich meinen Abschluss gemacht hatte, bin ich so an meinen ersten (zeitlich befristeten) Job gekommen: Junior International Communications Officer im Team des Bildungsmarketings der Radboud Universiteit Nijmegen. Da ich dort nur als Schwangerschaftsvertretung gearbeitet habe, habe ich ein paar Monate später weitergesucht. Durch LinkedIn bin ich dann auf meine heutige Stelle (Online Marketingspezialistin) gestoßen.  

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    In meinem ersten Job bei der RU war ich beauftragt mit dem Werben von deutschen Studenten. Dies umfasste ein breites Aufgabengebiet, darunter: die Organisation von Messen in Deutschland, auf denen sich die RU präsentieren konnte, das Verwalten von Website und den Sozialen Medien, das Zusammenstellen von Newslettern, das Entwickeln von Infomaterial und die Koordination der Studentischen Hilfskräfte. Heute arbeite ich als Online Marketingspezialistin bei 'Problemen Kwijt', einem Betrieb der Plattformen für diverse Notdienste (Kammerjäger, Schlüsseldienste, Klempner etc.) bereitstellt. Diese Plattformen sollen sowohl national als auch international weiter ausgerollt werden, aber neben einigen Niederländischen und belgischen Plattformen gibt es momentan bereits eine deutsche Plattform: www.ungezieferraus.de. Als Online Marketingspezialistin beschäftige ich mich momentan vor allem mit der SEO (Search Engine Optimization). 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    In meinem heutigen Job sind vor allem meine deutsche Sprachkompetenz und interkulturelle Kompetenz sehr nützlich. Ich bin im Moment die Schaltstelle für unsere deutschen Kunden und beschäftige mich mit der SEO für unsere deutsche Plattform. Wenn du die Kultur nicht verstehst, verfehlst du dann schnell das Ziel. Darüber hinaus begann mein Weg in meinem heutigen Job mit der Marktstudie des deutschen Markts, auch die dafür benötigten Forschungsfertigkeiten habe ich aus meinem Studium mitgenommen. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mach dich nicht zu verrückt über das, was auf dem Papier steht: Wenn du etwas wirklich willst, dann kommst du auf die ein oder andere Art auch dort hin. Alles was ich jetzt über Online Marketing weiß, habe ich nämlich an meinem Arbeitsplatz gelernt. 

    Nutze die Praktika und versuch relevante Nebenjobs zu finden. Hier kannst du nämlich schon Praxiserfahrung sammeln und herausfinden, wo deine Interessen liegen. 

    Und bist du unsicher über all die hohen Voraussetzungen, die in Stellenausschreibungen an dich gestellt werden? Lass dich davon nicht abhalten, denn hier wird immer nur der ideale Kandidat beschrieben. Das heißt: Auch wenn du nicht allen Punkten 100 % entspricht, hast du eine Chance. 

  • Femke Hoebergen
    Femke Hoebergen

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für das Studium entschieden, weil ich breit gefächerte Interessen habe und den Mix aus verschiedenen Disziplinen und Fachgebieten des Studiums darum sehr interessant fand. Ich erwartete, dass das Studium deshalb sehr gut zu mir passen würde (und das war auch so). Außerdem fand ich es sehr schön, dass das Studium ein Joint Degree ist und dass ein Aufenthalt in Münster Teil des Programms war. 

     In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2018. Ich hätte meinen Abschluss eigentlich schon 2017 machen können, aber wegen diverser Nebenjobs und Praktika hat sich die Abgabe meiner Masterarbeit verzögert. 

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Über die Alumnigruppe Niederlande-Deutschland-Studien auf Facebook, über Bekannten und über die eigene Suche im Internet nach geeigneten Arbeitgebern.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Kommunikation, PR und Marketing. Seit September 2018 arbeite ich bei der mediamixx GmbH in Kleve. Das ist eine Kommunikationsagentur, die spezialisiert ist in Niederländisch-Deutscher Kommunikation, mit niederländischen und deutschen Kunden und Projekten unter anderem aus dem Tourismus- und Dienstleistungssektor, der Industrie und der Bildung. So gut wie alle Mitarbeiter sprechen fließend Niederländisch und Deutsch und die meisten haben auch im jeweils anderen Land gewohnt. Wir haben also alle Erfahrung mit den kulturellen Unterschieden zwischen den beiden Ländern.

    Ich bin verantwortlich für PR und Marketing in den Niederlanden für verschiedene deutsche Kunden und diverse niederländisch-deutsche Projekte. Ich stelle Kommunikationspläne auf, schreibe diverse Texte, kümmere mich um die Sozialen Medien von Kunden, entwickle Konzepte für Broschüren und Flyer, führe Interviews, organisiere Veranstaltungen und übersetzte und redigiere Texte. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Job mit tollen Kollegen und einer schönen Arbeitsatmosphäre. Mir gefällt es hier sehr. 

    Während meines Studiums habe ich außerdem bei einem niederländischen-deutschen Projekt ein Praktikum gemacht und danach dort auch gearbeitet (dem INTERREG-Projekt 'Netwerk GEP'). Dort habe ich mich vor allem mit dem Marketing des Projekts beschäftigt, on- wie auch offline, aber auch mit dem Schreiben, Redigieren und Übersetzen von verschiedenen Texten (DE-NL). Zudem arbeitete ich an (der Organisation von) Messen, Versammlungen und Veranstaltungen mit und habe Recherche betrieben. 

    Schließlich habe ich während meines Studiums auch noch in der Sale & Marketing-Abteilung eines großen Bohnensprossenproduzenten gearbeitet. Ich war unter anderem beschäftigt mit Promotion, Sozialen Medien, dem Übersetzen von Texten ins Deutsche, der Akquisition von neuen Kunden und dem Kontakt mit deutschen und niederländischen Kunden. Außerdem besuchte ich auch in diesem Job Messen und Kunden. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Vor allem das Wissen über Kulturunterschiede zwischen den beiden Ländern und natürlich die Sprachkenntnisse. Außerdem verstehe ich dank des Studiums der niederländisch-deutschen Beziehungen in den letzten Jahrzehnten, warum die Beziehungen zwischen den beiden Ländern heute so sind wie sie sind. Das bot mir nützlichen Kontext. Darüber hinaus habe ich während meines Studiums viele Erfahrungen gesammelt im Umgang mit Menschen aus einer anderen Kultur, auch wenn es „nur“ die deutsche Kultur ist, die der niederländischen Kultur doch sehr ähnelt. Dennoch gibt es Unterschiede, auf die man Rücksicht nehmen muss – auch im Marketing. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Nutze jede Chance um ein Praktikum oder einen Nebenjob zu machen. Von meinen für mein Studium relevanten Praktika und Nebenjobs habe ich sehr viel gelernt. Ich habe entdeckt was ich gerne tue und was nicht, und wusste dadurch immer besser, was ich nach meinem Studium machen wollte. Darüber hinaus kann ich jedem nur empfehlen eine Zeit lang im Ausland zu wohnen. Auch wenn es ein Klischee ist, ich habe dort die Zeit meines Lebens gehabt und bin letztendlich viel länger geblieben, als ich eigentlich geplant hatte. 

  • Kerstin Kontny
    Kerstin Kontny

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich schon während meines Bachelors Europäische Studien in Osnabrück zunehmend für die Niederlande und die grenzüberschreitende deutsch-niederländische Zusammenarbeit interessiert. Ich wollte gerne einen Master machen, der mein Wissen diesbezüglich vertieft. Da passte dieser Master einfach. Vor allem die Tatsache, dass ein Jahr in den Niederlanden stattfindet, hat mich angesprochen. Und auch, dass man mit Studierenden und DozentInnen aus beiden Ländern zu tun hat, fand ich toll. So lernt man auch kulturelle Unterschiede viel besser kennen.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2015

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich hab schon während des Schreibens meiner Masterarbeit nach Stellen Ausschau gehalten, die mich interessieren könnten. Dabei habe ich weniger klassische Stellenportale zurate gezogen, als vielmehr konkret nach offenen Stellen bei Organisationen und Einrichtungen geschaut, die mich interessiert haben. Außerdem habe ich Leute aus meinem Netzwerk angesprochen – Kontakte, die ich von Praktika oder Nebenjobs hatte. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich habe in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer grenznahen IHK angefangen, wo ich auch von Anfang an in grenzüberschreitenden Projekten mitwirken konnte. Anschließend habe ich eine Zeit lang bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag im gleichen Bereich gearbeitet. Seit 2018 bin ich zurück bei der IHK, wo ich neben meinen Schwerpunkten Verkehr und Tourismus auch wieder in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit tätig bin. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Sprache, interkulturelle Kompetenzen und das Bewusstsein, dass Regelungen und Organisationsstrukturen in den Niederlanden anders sind als bei uns. Bei vielen Dingen ist es hilfreich, sie schon mal gehört zu haben. Ich nenne das mal grenzüberschreitende Allgemeinbildung.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Lasst euch von anspruchsvollen Stellenausschreibungen nicht abschrecken – die Anforderungen erfüllt in der Regel niemand zu 100 Prozent. Und habt keine Angst davor, Leute anzusprechen, die euch vielleicht weiterbringen können. Jeder hat einmal klein angefangen. Und die meisten sind bereit zu helfen.

  • Janine Martschinske
    Janine Martschinske

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich hatte vorher einen Bachelor in Übersetzen für Englisch und Niederländisch gemacht. Währenddessen habe ich gemerkt, dass ich zwar Spaß am Übersetzen habe, aber mich abseits der Sprache auch die Hintergründe eines Landes interessieren. Neben der Sprach- und Kulturwissenschaft fand ich zunehmend auch Fächer wie Politik und Geschichte spannend. Mit dem Master Niederlande-Deutschland-Studien habe ich dann den perfekten Mix gefunden: Ich konnte an mein sprachwissenschaftliches Studium anknüpfen, mich fachlich breiter aufstellen und sogar einen Teil des Studiums in den Niederlanden absolvieren.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Master 2019 abgeschlossen.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich habe vor allem in den gängigen Internetportalen nach Stellen gesucht – also Xing, LinkedIn und dergleichen. Außerdem habe ich den WILA-Arbeitsmarkt abonniert. Das Magazin erscheint wöchentlich und enthält unter anderem Stellen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Darin habe ich letztlich auch meine aktuelle Stelle gefunden.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich bin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Genauer gesagt arbeite ich seit meinem Abschluss in der Pressestelle einer Verwaltung. Ich schreibe dort Pressemitteilungen, Reden, Grußworte und Artikel für Zeitungsbeilagen oder die Mitarbeiterzeitschrift. Außerdem betreue ich den Social-Media-Kanal, beantworte Presseanfragen und organisiere Pressetermine. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Auch wenn mein Arbeitsplatz an der niederländischen Grenze liegt, habe ich bei meinem jetzigen Job nur wenige direkte Anknüpfungspunkte. Trotzdem hat mich der Master auf viele der für diese Stelle wichtigen, Aspekte vorbereitet. Insbesondere die interdisziplinäre Ausrichtung hat sich für mich als sehr hilfreich erwiesen. In meinem Arbeitsalltag muss ich täglich Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Verwaltung innerhalb kürzester Zeit schriftlich aufarbeiten und auf verschiedenen Kanälen verständlich darstellen: Sei es der Klimaschutz, ein Projekt aus dem Bereich Infrastruktur, politische Fragen oder auch soziale Themen. Durch den Master bin ich geübt darin, zwischen verschiedenen Themengebieten zu wechseln und mich schnell und gründlich in neue Bereiche einzuarbeiten. Das ist ein großer Pluspunkt.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mir persönlich hat es geholfen, möglichst viel praktische Erfahrung zu sammeln, um die Inhalte aus dem Studium anzuwenden und so einen realistischen Eindruck vom Arbeitsmarkt und den Tätigkeiten zu bekommen. Überlegt euch gut, wo ihr euer Praktikum machen möchtet, und schaut, ob ihr euch neben dem Studium durch Nebenjobs weiter ausprobieren könnt. Und ganz wichtig: Genießt das Studium im Nachbarland und macht das Beste aus der Zeit. 

  • Rogier Mul
    Rogier Mul

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Zwischen 2014 und 2017 hatte ich schon Germanistik in den Niederlanden studiert. In den Niederlanden liegen in diesem Fall Berufe wie Deutschlehrer, Übersetzer usw. auf der Hand. Ich wollte mich aber nicht nur mit der deutschen Sprache befassen, sondern auch mit anderen Themen. Für mich war an den Niederlande-Deutschland-Studien interessant, dass die sprachlichen Kompetenzen natürlich noch immer eine große Rolle spielen, aber dass man sich auch gleichzeitig mit Wirtschaft, Recht, Geschichte, Politik, Interkulturalität und Kommunikation befasst. Vor allem dieser interdisziplinäre Ansatz und dass man in diesem Joint-Degree-Studium auf beiden Seiten der Grenze studiert, waren wichtige Beweggründe für mich.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Sommersemester 2019.

    Auf welchen Wegen hast du nach Deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Innerhalb meines persönlichen Netzwerks. Deshalb denke ich, dass es schon während des Studiums sehr wichtig ist, professionelle Kontakte zu knüpfen

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich arbeite bei dem niederländischen Startup Duurzaamheidspark. Duurzaamheidspark ist eine Initiative zur Kombination der Erzeugung von Sonnenenergie und regulärer Landwirtschaft (Agri-Photovoltaik). Unser System ist völlig mobil und besteht aus einer Konstruktion mit (teilweise) transparenten Solaranlagen, einem integrierten Sprühsystem und landwirtschaftlichen Sensoren. Seit 2019 bin ich als einer der Initiatoren seit der Vorbereitungsphase an diesem Projekt beteiligt (Entwürfe, Patentanmeldung, Baugenehmigungsanträge, Bau der Prototypen usw.). Seit 2020 setze ich mich als Operations Manager/Head R&D Renewables im Unternehmen ein. In dieser Rolle bin ich verantwortlich für die tägliche Verwaltung unser Testparks für Pflanzenbau unter Solaranlagen und für die technologische Entwicklung unseres Agri-Photovoltaik-Systems.

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Vor allem die interdisziplinären und sprachlichen Kompetenzen verwende ich jeden Tag. Ebenfalls finde ich es gut, dass ich während des Studiums von vielen Referaten lernen konnte. Präsentieren erfordert ein souveränes und professionelles Auftreten. Dasselbe gilt für die vielen Diskussionen, die während der verschiedenen Seminare stattfinden. Im beruflichen Leben braucht man oft genau diese Fertigkeiten.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Wir leben in einer Welt, die immer komplexer und vernetzter wird. Deswegen wird es immer wichtiger werden, dass man mehrere Sprachen sprechen kann. Wenn man sich mit jemandem auf dessen Muttersprache auf einem hohen Niveau unterhalten kann, werden Türen geöffnet, die sonst verschlossen bleiben würden. Es gibt überhaupt keine persönlichere Kommunikationsart als diese. In dieser Hinsicht kann ich sagen, dass ich der deutschen Sprache viele Chancen verdanke, die sonst nicht aufgetaucht wären. Deswegen würde ich jedem empfehlen, dafür zu sorgen, dass man seine Sprachkenntnisse erheblich verbessert während des Studiums. Es ist aber auch ratsam, dies außerhalb des Studiums zu tun: Am Gymnasium habe ich z.B. am Internationalen-Baccalaureate-Programm für die englische Sprache erfolgreich teilgenommen und nach meinem Studienabschluss mit einem Französischkurs angefangen, um dafür zu sorgen, dass ich mich auch nach dem Studium sprachlich gesehen weiterentwickele. Sorge also dafür, dass du dich in mehreren Sprachen ausdrücken kannst und es wird bestimmt von Vorteil sein in deinem Leben!

    Ebenfalls denke ich, dass man in unserer komplexen Welt nicht nur Spezialisten braucht, sondern auch Generalisten. Menschen, die Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen. Ein interdisziplinäres Studium wie Niederlande-Deutschland-Studien sorgt für solche Generalisten mit vielen unterschiedlichen Unterrichtsthemen wie Wirtschaft, Recht, Geschichte, Politik, Interkulturalität und Kommunikation. Während des Studiums kommt man also schon mit einer großen Skala an Themenfeldern in Berührung. Genau wie bei den Sprachen denke ich, dass man auch nach dem Studium über den Tellerrand hinausblicken und sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzen sollte. 

  • Rosa Pelser
    Rosa Pelser

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich hatte damals einen Bachelor in Geschichte und wollte mich gerne breiter aufstellen und habe vor allem nach multidisziplinären Studiengängen geschaut. Darüber hinaus hatte ich (unter anderem durch mein ERASMUS-Semester in Berlin) viel Interesse an internationalen Beziehungen und der deutschen Sprache und Kultur. Auch dass es sich um ein zweijähriges-Studium handelt, der Auslandsaufenthalt und die Kombination aus Theorie und Praxis haben mich angesprochen. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2018.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Auf verschiedenen Wegen, wie LinkedIn, Jobbörsen und meinem Netzwerk.  

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich arbeite im Moment bei einem Start-up in Berlin. Hier unterstütze ich den CEO in den Bereichen Recruitment, Human Resources und Finanzen. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Ich habe ein sehr abwechslungsreiches Aufgabenfeld, das nicht auf ein Fachgebiet begrenzt ist. Während meines Masters habe ich gelernt mir Themen aus verschiedenen Disziplinen schnell eigen zu machen. Das wende ich nun täglich an. Darüber hinaus ist mein Job vollständig auf Deutsch. Ohne die deutschen Sprachkenntnisse, die ich während meines Masters gesammelt habe, hätte ich nicht in meinem heutigen Job arbeiten können.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass man während des Masters viele Möglichkeiten bekommt sich selbst weiterzuentwickeln, an interessanten Projekten mitzuarbeiten und selbst entscheiden zu können welche Richtung man dem Master geben möchte. Nutzt das! Denn auf diese Weise könnt ihr euer Netzwerk ausbauen und herausfinden was ihr gerne macht.

  • Robine Pollemans
    Robine Pollemans

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem niederländischen Hochschulabschluss war ich 21 Jahre alt und schon Deutschlehrerin. Ich wollte gerne einen Master machen und NDS war wirklich der einzige passende Master für mich. Auch der Premaster war passend und überhaupt keine Zeitverschwendung (so werden Premaster oft gesehen). 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Im Oktober 2018.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Über online Kanäle wie LinkedIn, Intermediair.nl und die Website der niederländischen Behörden.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Nach meinem Abschluss war ich von Februar 2019 bis Juli 2020 als Referentin bei LAKS (Landelijk Aktie Komitee Scholieren) tätig. Seit August 2020 bin ich als Teaching Fellow bei Teach First Deutschland in Sachsen tätig. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Dieser Master bietet vor allem viele Möglichkeiten, da du als Absolvent*in sowohl einen deutschen als auch einen niederländischen Abschluss hast. In meiner Tätigkeit als Fellow greife ich darüber hinaus oft auf meine im Master erworbene interkulturelle Kompetenz zu.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Versuch dich auch mal in anderen Bereichen zu bewerben: Wir werden auch in den Bereichen gebraucht, die nicht so naheliegend sind!

  • Raimon Reuter
    Raimon Reuter

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden? 

    Der Master ist binational und interdisziplinär, was mich sehr ansprach. Die vielen kleinen und größeren politischen und vor allem kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden, die ich während meines Bachelorstudiums Geschichte an der Radboud Universität Nijmegen selbst erlebt habe, konnte ich in diesem Studiengang näher untersuchen. Außerdem fand ich die Studienbedingungen im Haus der Niederlande sehr attraktiv. Nach dem Abitur entschied ich mich wegen der Studienbedingungen noch für ein Studium in den Niederlanden, aber die kleinen Arbeitsgruppen und die allgemeine „studienpolitische“ Grundausrichtung am Zentrum für Niederlande-Studien sehe ich ohne Zweifel auf demselben Niveau und halte sie für führend in Deutschland.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich gehörte zum Jahrgang 2010-2012, reichte meine Abschlussarbeit jedoch erst 2013 ein.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Genaugenommen musste ich nach meinem Abschluss nicht suchen. Ich reichte meine Abschlussarbeit eben erst 2013 ein, da ich diese parallel zu einem Praktikum schrieb. Ich habe mich schon während des Studiums um ein zusätzliches freiwilliges Praktikum bemüht. In meinem Fall war das Praktikum dann so erfolgreich, dass ich direkt im betreffenden Unternehmen übernommen wurde. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich arbeitete zunächst im Deutschland-Team des Lobbying und Public Affairs Büros Meines Holla & Partners in Den Haag. Nach einigen Jahren zog ich zurück in die Grenzregion Nijmegen/Kleve und arbeitete als Project Manager Niederlande-DACH im European Headquarter der Specialized B.V., einem der weltweit führenden Unternehmen in der Radindustrie. Nun bin ich als Deutschlandbeauftragter der Provinz Overijssel tätig, verantwortlich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Provinz mit NRW und Niedersachsen.  

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Die interkulturellen und interdisziplinären Kompetenzen sind essentiell. In meinen beruflichen Tätigkeiten agierte und agiere ich in einem sehr komplexen und breit gefächerten Spielfeld als Brückenbauer zwischen kulturell und politisch zum Teil sehr unterschiedlichen Systemen.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Probiert euch auf den verschiedensten Feldern, die der Studiengang bietet, aus. Sucht nach dem, was am besten zu euch passt. Je eher man weiß, was man will, desto eher kann man Kontakte im entsprechenden Bereich knüpfen und Eigeninitiative – wie zum Beispiel durch ein freiwilliges zusätzliches Praktikum – zeigen.  

  • Robin Ruebsteck
    Robin Ruebsteck

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Was mich vor allem angesprochen hat, war der interdisziplinäre Charakter des Masters mit der Möglichkeit, seinen eigenen Schwerpunkt auf bestimmte Themen legen zu können. So konnte ich mich während meines Studiums fokussieren auf das, was ich persönlich besonders interessant fand: Politik und politische Kommunikation. Da der Masterstudiengang zweijährig ist, hat man genug Zeit für Inhalte und Tiefgang. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2013 

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Eigentlich musste ich gar nicht suchen. Während ich meine Masterarbeit geschrieben habe, habe ich ein Praktikum bei einem Consultant-Büro für Kommunikation und Public Affairs in Den Haag gemacht und am Ende meines Praktikums wurde mir dort eine Stelle angeboten.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Auch heute arbeite ich noch im Bereich Public Affairs. Nachdem ich bei einem Consultant-Büro mit dem Fokus auf Technologie- und Data-Unternehmen angefangen hatte, kam ich über Samsung Eletronics zur Kamer van Koophandel (der niederländischen Handelskammer), wo ich heute arbeite. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    In meinem Berufsalltag greife ich oft auf meine Expertise auf dem Gebiet der Kommunikation, Politologie und Recht zurück, die ich in meinem Studium erworben habe. Aber auch die Fähigkeiten, die mit Forschung/Research, Data-Analyse, Präsentationen und Sensibilität bezüglich der jeweiligen Umgebung zu tun haben, helfen mir regelmäßig in meiner heutigen Position. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Versuche dich während des Masters schon in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren und so viele Praxiserfahrungen wie möglich zu sammeln!

  • Maike Schober
    Maike Schober

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Chemie oder Niederländisch? Diese Frage musste ich zu Beginn der Oberstufe beantworten. Selten fiel mir eine Entscheidung so leicht. Und selten hat eine Entscheidung meinen beruflichen Werdegang so stark beeinflusst. Denn ohne meinen Niederländischlehrer, der mit uns eine Anne Frank-Ausstellung im Haus der Niederlande besuchte, hätte ich wohl nie vom Studiengang Niederlande-Deutschland-Studien erfahren. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Nachbarländer unter die Lupe nehmen: Das klang spannend und blieb mir bis nach dem Abitur im Gedächtnis. 2006 begann ich dann tatsächlich Niederlande-Deutschland-Studien und Soziologie in Münster zu studieren. Nach dem Bachelor folgte der zweijährige Master in Münster und Nimwegen. Mit seiner inhaltlichen Ausrichtung und den Kernbereichen interkulturelles Management, Unternehmenskommunikation sowie Wirtschaft und Recht schloss er optimal an meinen Bachelorabschluss an.

    Wann hast du deinen Abschluss gemacht?

    Anfang 2012

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Während des Masterstudiums habe ich ein Praktikum bei der Kommunikationsagentur mediamixx in Kleve absolviert. Nach den drei Monaten wusste ich, dass ich genau das gerne machen möchte, wenn ich den Abschluss in der Tasche habe. Und glücklicherweise haben meine heutigen Kollegen mich auch in guter Erinnerung behalten. Kurz nachdem ich meine Masterarbeit eingereicht hatte, kam ein Anruf aus Kleve: Wir suchen eine Volontärin, hättest du nicht Lust? 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Gut acht Jahre nach besagtem Anruf bin ich Prokuristin bei mediamixx. Zusammen mit meinen Kollegen berate ich niederländische und deutsche Unternehmen, wie sie ihr Produkt im jeweiligen Nachbarland bekannt(er) machen können. Meine Kunden kommen hauptsächlich aus dem Bereich Tourismus und Freizeit. Für sie entwickle ich Kommunikationsstrategien und setze sie auch um.

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Punkt 1: Fließend Niederländisch sprechen. Punkt 2: Kultur- und Mentalitätsunterschiede (er)kennen, verstehen und berücksichtigen. Punkt 3: Grenzen überwinden (wenn sie auch nur in den Köpfen sind) und Brücken zwischen den beiden Ländern bauen. Punkt 4: Flexibel sein und mit verschiedensten Themen gleichzeitig jonglieren.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Wer Niederlande-Deutschland-Studien studiert, hat nach dem Abschluss unendlich viele Möglichkeiten auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Um herausfinden, in welchem Bereich ihr beruflich glücklich werdet, solltet ihr die Semesterferien für Praktika nutzen. Gleichzeitig könnt ihr so schon wertvolle Kontakte für den Start ins Berufsleben knüpfen.

  • Juul Stinges
    Juul Stinges

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich hatte schon immer großes Interesse an den niederländisch-deutschen Beziehungen. Während meines Praktikums bei der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien in Berlin wies mich ein Kollege dann hin auf den Master Niederlande-Deutschland-Studien.

    Die deutsche Sprache hat mich schon immer fasziniert und in diesem Master konnte ich mich außerdem noch ganz und gar vertiefen in die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe mein Studium 2015 beendet.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Eigentlich auf einem klassischen Weg, dem Beobachten von Jobbörsen und dem Einsetzen meines Netzwerkes. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Nach meinem Studium wurde ich glücklicherweise schnell Berater des Bureau voor Duitse Zaken (Büros für Deutsche Angelegenheiten) der Sociale Verzekeringsbank in Nimwegen. 

    Dort habe ich Menschen über Sozialversicherungsrecht beraten, die in den Niederlanden oder Deutschland wohnen, arbeiten, studieren oder sich selbstständig machen wollten. Ich habe dort einige Jahre mit viel Freude gearbeitet, aber vor kurzem habe ich den Schritt zur Euregio Rijn-Maas-Noord in Mönchengladbach gemacht. Hier arbeite ich als Berater beim GrenzInfoPunkt. 

    Auch hier richtet sich unser Angebot an Personen, die auf die andere Seite der Grenze wollen, meine Aufgabenfelder sind jedoch diverser. Neben der Beratung über grenzüberschreitendes Sozialversicherungsrecht beschäftige ich mich jetzt auch mit dem Steuerrecht und ein bisschen mit dem Arbeitsrecht. Ich bin regelmäßig unterwegs in der niederländisch-deutschen Grenzregion und arbeite mit vielen verschiedenen Instanzen zusammen, so wie dem UWV (dem Leistungsträger für Arbeitnehmerversicherungen (Uitvoeringsinstituut Werknemersverzekeringen)), der Bundesagentur für Arbeit und dem niederländischen und deutschen Finanzamt. Ich arbeite als Niederländer nun wirklich in Deutschland und das gefällt mir unglaublich gut. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Sehr wichtig sind die Sprachkompetenz und Kommunikation. Beide Sprachen gut zu beherrschen ist ein „must“ beim Erklären von und Beraten über komplexe Gesetzgebungen. Unsere Zielgruppe besteht immerhin sowohl aus Niederländern als auch aus Deutschen. Interkulturelle Sensibilität spielt hier ebenfalls eine große Rolle. Es gibt nun einmal Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland in Bezug auf die Herangehensweise von Personen und Organisationen und Hierarchien. Außerdem profitiere ich sehr von der Kenntnis über die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Für die (zukünftigen) Studierenden: Genießt eure Studentenzeit in vollen Zügen. Dass die Gruppe der Studierenden aus einem Mix aus Deutschen und Niederländern besteht, habe ich als besonders großen Pluspunkt erfahren. Man lernt so unglaublich viel voneinander und es entstehen grenzüberschreitende Freundschaften. 

    Für die (zukünftigen) Absolventen: Lass dich während der Bewerbungen nicht blenden von den hohen Anforderungen, die in vielen Stellenausschreibungen an dich gestellt werden. Im Großen und Ganzen solltest du natürlich dem Profil entsprechen, aber Arbeitgeber schauen auch auf dein Potenzial. Du musst noch nicht alles komplett beherrschen, es ist vor allem wichtig, dass du offen gegenüber neuen Herausforderungen bist und dass du dir Neues schnell aneignen kannst. Ein neuer Job ist letztendlich auch immer ein Lernprozess.  

  • Jonathan Terlouw
    Jonathan Terlouw

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich habe mich für den Masterstudiengang NDS entschieden, weil ich die Kombination von gesellschaftlichen Aspekten und die Jobperspektiven im größeren deutschen Markt als sehr anziehend erfahren habe. Seit Beginn meines Studiums wollte ich immer sowohl Internationales & Europäisches Recht als auch Deutsch studieren. (Dies stellte sich dann als eine schöne Kombi heraus.) Außerdem vergrößerte sich meine Jobperspektive durch die Teilnahme an diesem Masterstudiengang: Ich hatte nämlich nicht nur Zugang zum niederländischen Markt, sondern auch zum deutschen Markt, der selbstverständlich noch viel größer ist. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Mein Abschluss habe ich im Herbst 2017 gemacht.  

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Netzwerk ist alles! Dein Netzwerk ist deine nächste Bewerbung. Meine erste Stelle war beim niederländischen Gesundheitsministerium – ich hatte mich sowieso sehr für einen Job bei den Ministerien interessiert. Über mein Netzwerk habe ich so Kontakte geknüpft bei den Ministerien und wurden diese auch auf mich aufmerksam.  

    Auch über die Webseite 'werkenvoornederland.nl' habe ich mich umgeschaut. Einfach war es aber nicht, sich endgültig für die Niederlande zu entscheiden. Düsseldorf, wo ich mein Praktikum absolviert habe, ist eine Stadt, die mir sehr am Herzen liegt, eine Stadt, zu der ich bis heute noch viele Kontakte habe. Aufgrund meiner Masterarbeit, in der ich das deutsche und niederländische Gesundheitssystem bezüglich der Bereitstellung von medizinischen Hilfsmitteln untersucht habe, ist meine Wahl jedoch auf die Niederlande gefallen. Darin wurde deutlich, dass medizinische Hilfsmittel, auf die ich selber angewiesen bin, in den Niederlanden für mich einfacher zugänglich sind. Jedoch schließe ich absolut nicht aus irgendwann wieder in mein geliebtes Düsseldorf umzuziehen. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich bin im Bereich der öffentlichen Verwaltung tätig. Erst im Gesundheitsministerium im Bereich der Heilmittel und medizinischen Technologie und jetzt beim Dienst für niederländische- und ausländische Unternehmer (Rijksdienst voor Ondernemend Nederland). Dort beschäftige ich mich besonders mit der sozialen Verantwortung der Unternehmen in der globalen Wertschöpfungskette und erfülle (Prozess-)koordinierende Tätigkeiten. Es ist inspirierend in einem sehr internationalen Umfeld (besonders mit den Entwicklungsländern) zu arbeiten. 

     Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Ich denke besonders die Fähigkeit zu Präsentieren und das Pitchen von Ideen. Woran ich mich in Bezug auf mein Studium vor allem noch erinnern kann, ist wie viel wir präsentieren mussten - dafür sind eine gründliche Vorbereitung und ein überzeugendes Auftreten nötig. Auch die vielen Kontakte zu deutschen Ansprechpartnern, haben mir vertiefte Kenntnisse vermittelt und ein Bewusstsein für kulturelle Unterschiede, von dem ich noch heute profitiere. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Der Masterstudiengang NDS ist sehr breit. Einerseits ist das ein Vorteil, aber ich habe es auch als wichtig erfahren sich einen persönlichen Fokus zu setzen. Sei dir darüber im Klaren was du machen möchtest, sei auch ehrlich, wenn du noch auf der Suche bist. Skizziere mal deinen Wunschjob: Welche Komponenten hat dieser? Und welche Fähigkeiten braucht man dafür? Aber ein kurzer Reality-Check: Den idealen Job findest du höchstwahrscheinlich nicht direkt am Anfang deiner Karriere, in diesen Job musst du hineinwachsen. 

    Wissen ist wunderbar, aber Erfahrung ist dein bester Freund. Das Praktikum ist deshalb ein absoluter Mehrwert des Studiums und mich hat es dorthin gebracht wo ich jetzt bin: Das Praktikum und meine eigene Erfahrung mit medizinischen Hilfsmitteln, haben mich über meine Masterarbeit zu einem relevanten Job geführt. 

    Macht bitte im jeweils „fremden“ Land das Praktikum. Ich habe dank meines Praktikums in Deutschland immer noch ein paar Persönlichkeitszüge, die „deutsch“ sind und hab auch eine „deutsche“ Arbeitseinstellung, wie Gründlichkeit oder Empfindlichkeit für Hierarchie, die sehr nützlich sein können. Und kümmre dich gut um dein Netzwerk. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist darin proaktiv zu sein. 

    Als letzten Tipp solltest du dir darüber Gedanken machen: Für welches Thema brennst du wirklich? Spaß, Freude und innere Motivation sind letztendlich sehr wichtig (gilt im Beruf genauso), um sich in ein Thema ordentlich einzuarbeiten. Bleib proaktiv, neugierig und sei nicht zurückhaltend oder ängstlich eine Aufgabe anzunehmen, daraus kannst du nur lernen. Und Fehler machen ist absolut erlaubt, daraus wächst man als Person. Bleib dir gegenüber auch ehrlich, wenn ein Job einfach nicht gut zu dir/deinem Wissen/deinen Fähigkeiten passt: Das heißt nicht, dass du nicht gut genug bist, denn du hast einen Masterabschluss, aber es gibt dann auch besser passende Jobs. 'Op elk potje past een dekseltje' - für Jeden ist etwas Passendes dabei! 

  • Bart van de Ven
    Bart van de Ven

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Ich wollte damals sehr gerne einen dualen Master / Joint Degree machen. Während meines Bachelors habe ich ein halbes Jahr in Kanada studiert und sehr viel vom Studieren und Wohnen in einem anderen Land gelernt. 

    Meine Jugend habe ich in Beek/Nimwegen verbracht und die Familie meines Vaters ist zum Teil Deutsch, Interesse an und Vertrautheit mit Deutschland hatte ich also schon. Außerdem fand ich, dass mein Bachelor, und die niederländische Einstellung im Allgemeinen, zu sehr auf die angelsächsische Welt gerichtet ist. Deutschland hat ein etwas anderes Weltbild als das, welches in den Niederlanden und den USA/GB dominant ist. Das wollte ich auch kennenlernen.

    Außerdem ist Deutschland meiner Meinung nach eine der treibenden Kräfte in der EU. Obwohl ich nicht immer einverstanden bin mit der heutigen Arbeitsweise der EU, bin ich ein großer Befürworter der engeren Zusammenarbeit in Europa.  

    In diesem Master kam mein Interesse für Deutschland, Europa, die Niederlande und Politik zusammen. Das war letztendlich ausschlaggebend für meine Entscheidung. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    2017/2018

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich habe über Kontakte ein Praktikum bei KWR bekommen: dem Forschungsinstitut der niederländischen Trinkwasserbetriebe. Sie planten damals eine vergleichende Studie zu den Investierungsformen in den Niederlanden, Deutschland und den USA auf dem Gebiet der Wasserinfrastruktur. Diese Studie habe ich ausgeführt und dabei viel vom Wassersektor mitbekommen. Das hat mein Interesse daran dermaßen geweckt, dass ich mich für das Nationaal Watertraineeship angemeldet habe. Ich wurde angenommen und habe dann in Roermond als Projektleiter bei der Limburger Wasserreinigung gearbeitet. 

    Nach eineinhalb Jahren habe ich dort allerdings den direkten Zusammenhang mit dem Traineeship vermisst und beschlossen mich beim Traineeship selbst zu bewerben. 

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich war tätig als Projektleiter im Bau der technischen Wasserinfrastruktur. Nun arbeite ich als HR/Talentmanager bei einem traineeship, wo ich kommerzielle und coachende Aufgaben habe. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Die Kompetenz, die ich am meisten benötige, ist die Möglichkeit besser über die Niederlande und Niederländer reflektieren zu können. Während meines Studiums hatte ich im Vergleich relativ viel Umgang mit deutschen und weniger mit niederländischen Studienkollegen. Durch sie habe ich gelernt anders (manchmal kritischer) auf die Niederlande zu schauen.  Diese Kompetenz sorgt dafür, dass ich mich im Allgemeinen besser in andere Menschen hineinfühlen kann und im Stand dazu bin meine eigene „Indoktrination“ (man lernt insgeheim doch immer, dass die Kultur des eigenen Landes sehr gut und schön ist) öfter loszulassen. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    An der Universität lernst du lernen, aber nicht unbedingt leben. Für jeden in jedem Alter ist es nützlich darüber nachzudenken, wie dein eigenes Wertesystem aussieht. Von diesem ausgehend, kannst du Ziele formulieren, die zu dir passen. Wenn du diese vor Augen hast, triffst du bessere Entscheidungen und kannst deine Umgebung besser lenken. Das gilt auch für dein Studium! Wenn du Niederlande-Deutschland-Studien ohne klare Ziele, ohne deine eigenen Motive zu kennen, studierst, kann es nach dem Abschluss schwierig werden, weil es nur wenig Stellenausschreibungen gibt, die einen „Niederlande-Deutschland-Spezialisten“ suchen. Darum ist es praktisch sich schon Ziele gesteckt zu haben und auf ein Profil hinzuarbeiten. Arbeitgeber achten in den meisten Fällen mehr auf dein Profil und deine Geschichte als auf den Titel deines Studienganges. 

  • Vincent Vergouwen
    Vincent Vergouwen

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Weil es ein multidisziplinärer Master war. Außerdem sprach es mich an, nach meiner Zeit in Bamberg während meines Bachelors, noch ein Jahr in Münster zu studieren. Das Pflichtpraktikum, das in den Master integriert war, sah ich außerdem als großen Vorteil. 

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    August 2020.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht? /  In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Seit 2019 arbeite ich bei Energy-Check, einem Beratungsunternehmen für Energie. Dieses Unternehmen habe ich durch mein Netzwerk gefunden. Wir beraten Unternehmen, Unternehmensgruppen und komplexe Multisites bezüglich Energie. Dabei geht es nicht nur um Einkauf, sondern auch um andere Angelegenheiten wie Solaranlagen, Energietransit usw. Natürlich ist dies eine Branche mit vielen Herausforderungen, in der in den nächsten Jahren noch viel passieren wird, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland. 

    Meine Masterarbeit war damals noch nicht fertig, das hatte vor allem damit zu tun, dass ich während meines Studiums schon an verschiedenen Stellen Berufserfahrung gesammelt habe. Nach meinem Praktikum bei der Gemeinde Nijmegen arbeitete ich ungefähr ein Jahr bei Ergo2Work. Dieser Internetwebshop hat auch einen deutschen Shop und darum waren meine Deutschkenntnisse dort sehr nützlich. Neben meiner Büroarbeit reiste ich als eine Art Außendienstmitarbeiter alle zwei bis drei Wochen nach Deutschland und in die Schweiz. Praktisch parallel hierzu untersuchte ich während eines Projekts der Lehrenden/Lernenden Euregio auch Kulturunterschiede in verschiedenen Berufsgruppen. Zufällig bin ich sowohl zur Lehrenden/Lernenden Euregio als auch zu Ergo2Work durch mein Netzwerk gekommen, das ich teilweise während meines Praktikums bei der Gemeinde Nijmegen aufgebaut habe. 

    Nach meinem Job bei Ergo2Work habe ich bei Hoes Errogas an einem Projekt in Deutschland gearbeitet. Dadurch, dass ich gut Deutsch konnte und viel Erfahrung mit der Berichterstattung hatte, konnte ich hier selbstständig arbeiten. Auch die Mitarbeit an diesem Projekt entstand aus meinem Netzwerk, das ich über die Niederlande-Deutschland-Studien aufbauen konnte. 

    Als dieses Projekt abgeschlossen war, wollte ich mich Vollzeit auf meine Masterarbeit stürzen, jedoch kreuzten dann über einen Bekannten von mir Schenk Gartenmaschinen meinen Weg. Dieser Bekannte kannte meinen Arbeitsstil und meine Ambitionen und zusammen mit ihm habe ich das Projekt Mähroboter auf Spielfeldern weiter ausgerollt.  Zu meinen Aufgaben gehörte dabei ebenfalls Berichterstattung und Kontakt mit der Abteilung in Deutschland, da es sich um ein neues Produkt handelte.  

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?
    Da der Master multidisziplinär war und meine Kommilitonen aus verschiedenen Fachrichtungen kamen, lernte ich Dinge von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Mein Kundenkreis ist sehr divers, so gehören große Industrielle, zum Beispiel aus der Kartonage- und Gummiindustrie, oder Ferienparks zu unseren Kunden, aber wir beraten auch den Bäcker um die Ecke. An jeden Kunden muss mit einem eigenen Konzept herangetreten werden und jede Entscheidung oder Mail an einen Kunden kann ein anderes Resultat liefern. 

    Außerdem ist es praktisch eine Basis zu haben; in einem Unternehmen braucht man meistens mehr als nur eine (Fach-)Richtung. So sind sowohl interne als auch externe Kommunikation wichtig, wie auch die (Betriebs-)Kulturen, ist gute Berichterstattung von Bedeutung und rechtliche Angelegenheiten spielen auch immer eine Rolle. Diese Basis habe ich durch den Master bekommen; dadurch kann ich nun schnell umschalten. 

    Darüber hinaus haben wir auch Kunden in Deutschland, für die ich verantwortlich bin. Ich habe nicht nur Kontakt mit Kunden, sondern auch mit Lieferanten. Dabei ist es wichtig der Gesetz- und Rechtslage in Deutschland zu folgen, da sich diese in Deutschland und den Niederlanden unterschiedlich entwickelt. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Der Abschluss eines multidisziplinären Studiums ist schon eine sehr gute Basis, aber versuche während des Masters an deinem Netzwerk zu arbeiten und soviel wie möglich neben deinem Studium zu machen. Denk dabei zum Beispiel an ein zusätzliches Studium oder eine Stelle in einer Studentenvereinigung. Die Stellen und Projekte, in/an denen ich bis heute gearbeitet habe, habe ich zwar (teilweise) durch mein Netzwerk von den NDS bekommen, man wusste aber auch, dass ich ein universitäres Studium absolviert und was ich alles neben meinem Studium gemacht habe. 

  • André Voutta
    André Voutta

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    In meinem Geschichtsstudium war ich bereits sehr interdisziplinär unterwegs und habe auch Nebenfächer gewählt, die nicht im direkten Zusammenhang zu meinem Studiengang standen. Ich wollte dies in meinem Master noch stärker vertiefen und vor allem auch mit Studierenden anderer Fachrichtungen zusammenarbeiten. Außerdem hat es mich gereizt nach meinem Bachelorstudium in den Niederlanden noch mal im „Ausland“ - Deutschland - zu studieren. Bereits im Bachelor war ich für ein halbes Jahr in Wien und empfand die Erfahrung, an einer anderen Uni in einem anderen Land zu studieren sehr bereichernd. Des Weiteren lag mir auch immer sehr viel daran noch etwas Praxiserfahrung zu sammeln, die auch fest im Programm vorgesehen und damit besser zu organisieren ist.

    In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich gehörte zum Jahrgang 2010-2012 und habe im Frühjahr 2013 meine Masterarbeit eingereicht.

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ganz „klassisch“ habe ich im Internet nach offenen Stellen gesucht.

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Ich habe bereits im Studium für meine Unis internationale Studierende geworben und bin auf Bildungsmessen gefahren, habe dort meinen Studiengang und meine Universität repräsentiert. Meine Masterarbeit habe ich dann auch in diesem Bereich geschrieben (International Student Recruitment) und wusste danach, was ich machen wollte. Allerdings bin ich in die Wirtschaft gewechselt und habe bei einer Unternehmensberatung als Recruiting & Employer Brand Manager angefangen. Mittlerweile leite ich das Team Employer Branding bei dieser Unternehmensberatung und bin verantwortlich für die gesamte internationale Arbeitgebermarke und deren Konzeption und Kommunikation.

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    In der heutigen Welt verändert sich alles rasend schnell. Durch meine interkulturellen und interdisziplinären Kompetenzen bin ich in der Lage selbst komplexe Zusammenhänge zu erkennen, zu erörtern und mit meinem Team die notwendigen differenzierten Maßnahmen abzuleiten. Außerdem hilft es mir als Führungskraft, die einzelnen Stärken meiner Kolleginnen und Kollegen zu erkennen und zu fördern. So wie es auch im Studium war, bei dem das unterschiedliche methodische Vorwissen der Mitstudierenden und dessen Kombination, in unterschiedlichen Situationen zum Erfolg geführt haben.

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Nutzt die vielfältigen Möglichkeiten des Studienganges und lasst euch auf die vielen Facetten der diversen Fächer ein.

  • Wilmienke van Meijeren-Bouter
    Wilmienke van Meijeren-Bouter

    Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?

    Nach meinem Bachelor in „Deutsche Sprache und Kultur” wollte ich mich mit der niederländisch-deutschen Zusammenarbeit beschäftigen. Die meisten Master, die an meinen Bachelor anschlossen, fand ich jedoch entweder zu spezifisch (wie zum Beispiel Übersetzen oder Lehramt) oder ich fand sie gerade viel zu wage (wie zum Beispiel Interkulturelle Kommunikation). Dieser Master hatte dahingegen alles was ich wollte: Politik, Geschichte, Sprache und ein Praktikum!

    Wann hast du deinen Abschluss gemacht?

    Ich habe meinen Abschluss Ende 2013 gemacht. (Angefangen habe ich im September 2011.) 

    Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?

    Ich habe nach meinem Studium online nach einer deutschsprachigen Stelle gesucht. Letztendlich fand ich damals ziemlich schnell eine Stellenausschreibung und konnte dadurch schnell anfangen.  

    In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?

    Erst habe ich im Sekretariat der Direktion (mit vielen Übersetzertätigkeiten) bei einem Unternehmen mit deutschem Mutterbetrieb gearbeitet. Danach habe ich doch die Entscheidung getroffen, dem Lehramt eine Chance zu heben und habe mit einem zweiten Master begonnen, um eine Lehrerlaubnis als Deutschlehrer zu erhalten. Ich arbeite jetzt im 6. Jahr als Deutschlehrer und finde es unglaublich schön. Auf lange Sicht schließe ich den Schritt hin zu einer anderen Stelle mit Deutsch-Bezug aber trotzdem nicht aus. 

    Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?

    Obwohl meine jetzige Stelle nicht direkt an den Master anschließt (da man als Deutschlehrer noch einen zweiten Masterstudiengang absolvieren muss, um eine Lehrerlaubnis zu erhalten), habe ich es noch nie bereut, dass ich Niederlande-Deutschland-Studien studiert habe. Ich benutzte die in meinem Studium erworbenen interkulturellen Kompetenzen täglich und auch das Wissen rundum Politik, Geschichte und Sprache sind sehr relevant. 

    Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?

    Mein Tipp für NDS-Studenten: wenn du über deine Karriere nachdenkst, versuch dich dann nicht zu sehr auf die doch relativ kleine Welt der spezifisch Niederländisch-Deutschen Funktionen zu konzentrieren, sondern denke weiter als das. Mit der im Studium gelegten Basis können NDS-Studenten in vielen verschiedenen Bereichen tätig sein!